Renditekiller beachten Investmentfonds und die Kosten

Wer sein Geld in Investmentfonds anlegt, wählt in der Regel Fondsprodukte mit den besten Renditeaussichten. Dabei schauen Anleger vor allem auf eine vielversprechende Anlagestrategie. Vernachlässigt werden dagegen die Fondskosten - ein Fehler, denn bereits ein Fonds ohne Ausgabeaufschlag bedeutet ein ansehnliches Renditeplus.

Tatsächlich wissen nur wenige Anleger um die Fondskosten. In einer GfK-Befragung zum diesjährigen Weltspartag konnten 9 Prozent der Teilnehmer etwas mit Abschlussprovisionen bei Investmentfonds anfangen, lediglich 7 Prozent sagte der Begriff Bestandsprovision etwas. Im Umkehrschluss bedeutet das: die meisten Anleger vernachlässigen Fondskosten völlig. Wahrgenommen werden vielleicht noch Gebühren, nicht aber deren Bedeutung.

Keine quantité négligeable

Dabei sind Gebühren und Kosten alles andere als eine "quantité négligeable". Der Ausgabeaufschlag liegt bei aktiven Rentenfonds meist in Größenordnungen von 2 bis 3 Prozent, bei Aktienfonds sind es bis zu 6 Prozent. Der Aufschlag dient vor allem zur Deckung der Vertriebskosten. Die Provisionen der Vermittler werden daraus bezahlt.

Manchmal wird auch ein Rücknahmeaufschlag berechnet. Beide Aufschläge wirken sich umso stärker zu Lasten der Rendite aus, je kürzer ein Fonds gehalten wird.

Immerhin können Anleger sparen, wenn Sie Investmentfonds über Discountvermittler wie zum Beispiel die AAV Fondsvermittlung zeichnen. Die AAV Fondsvermittlung bietet die meisten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag an. Dabei ist das keine zeitlich befristete Sonderaktion sondern ein seit vielen Jahren bestehendes Angebot.

Durchgängig erhoben wird dagegen die Verwaltungs- oder Managementgebühr. Sie finanziert in erster Linie das Fondsmanagement und noch einige andere laufende Kosten und fällt üblicherweise jährlich an. Sie liegt in einer Bandbreite von 0,5 Prozent bis 2 Prozent p.a.. Einige Fondsanbieter berechnen auch noch erfolgsabhängige Performance Fees, streichen also einen Teil des Fondsgewinns ein.

Der Ausgabenaufschlag dient vor allem zur Deckung der Vertriebskosten."

Renditefressende Kosten - ein einfaches Beispiel

Um den Renditeeffekt der Fondskosten deutlich zu machen, folgende überschlägige Beispiel-Rechnung: angenommen sei ein Fonds mit einem Ausgabeaufschlag von 5 Prozent, einer Haltedauer von 5 Jahren, einer jährlichen Managementgebühr von 1 Prozent und einer Rendite (vor Fondskosten) von 6 Prozent.

Bei fünf Jahren Anlagedauer macht der Renditeeffekt des Ausgabeaufschlags ca. 1/5 = 1 Prozent p.a. aus. Hinzu kommen 1 Prozent Managementgebühr. Von den 6 Prozent Rendite werden also 2 Prozent (ein Drittel) durch die Kosten aufgefressen.