Menschen werden nimmer älter.

Serie Meinung: SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach Postfaktisches zur PKV

Alle 4 Jahre ist Bundestagswahl – alle 4 Jahre wird es postfaktisch in Bezug zur privaten Krankenversicherung (PKV).

Diesmal in vorderster Front durch den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach: Die PKV müsse nicht nur verschwinden, weil sie für Zwei-Klassen-Medizin verantwortlich sei, sondern auch, weil ihr Geschäftsmodell nicht mehr lange halte. Sie stehe vor einem ungebremsten Kostenanstieg und weil sie immer mehr teure ältere Versicherte habe usw. usw.

Fakt ist jedoch

Die private Krankenversicherung ist ein Leistungsversprechen gekoppelt mit sehr langfristiger Kapitalanlage. Also das genaue Gegenteil der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)! Während die PKV durch Rückstellungen für das Alter des Einzelnen vorsorgt (Kapitaldeckungsverfahren), werden in der GKV die Mehrkosten im Alter durch die Beiträge der jüngeren Generation abgedeckt (Umlageverfahren).

Älter werdende Gesellschaft

In unserer älter werdenden Gesellschaft können steigende Gesundheitsausgaben, die sich insbesondere im Alter auswirken, durch die GKV nicht ohne Beitragszusatzsteigerungen oder Reformen mit entsprechenden Leistungsreduzierungen oder Steuerzuschüssen aufgefangen werden. So decken die Beiträge der Rentner die Ausgaben für diese Versichertengruppe heute nicht einmal zur Hälfte.

Wahrheiten benennen

Das sollte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach den immer weniger jungen Wählern einmal mitteilen! 

Meinung von: Jürgen E. Nentwig

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