Hintergründe Cyberrisiken im Unternehmen: Warum digitale Sicherheit heute auch ein Finanzthema ist

Fast jedes Unternehmen war in den letzten Jahren mindestens einmal von Cyberangriffen oder Wirtschaftsspionage betroffen.

Ein Grund dafür ist die voranschreitende Digitalisierung. Sie macht Unternehmen einerseits effizienter und wettbewerbsfähiger, doch gleichzeitig erhöht sie die Angriffsfläche für digitale Bedrohungen. Fällt ein zentrales System aus oder werden sensible Daten kompromittiert, sind die Auswirkungen häufig nicht nur technischer Natur. Geschäftsprozesse geraten ins Stocken, finanzielle Verluste entstehen und das Risiko langfristiger Reputationsschäden steigt.

Zugriffsmanagement als unterschätzter Kostenfaktor 

Im unternehmerischen Alltag zeigt sich, dass heute viele unterschiedliche Systeme und Plattformen integriert sind. So werden etwa für Buchhaltung, Personalverwaltung, Vertrieb, Projektmanagement und Kundenkommunikation jeweils eigene Softwarelösungen genutzt. Jede dieser Anwendungen erfordert separate Benutzerkonten und Passwörter für die Mitarbeiter.

Mit diesen Insellösungen steigt nicht nur der administrative Aufwand, sondern zugleich auch das Sicherheitsrisiko. Eine Schwachstelle sind die Passwörter. Viele Anwender neigen dazu, für die Systeme immer wieder ähnliche Zugriffsdaten zu nutzen, um sie sich besser merken zu können. Das wiederum erhöht die Angriffsfläche für Cyberkriminelle deutlich.

Wird ein solches Passwort kompromittiert, können Angreifer unter Umständen auf mehrere Systeme gleichzeitig zugreifen. Dies kann nicht nur zu Datenverlust oder Manipulation führen, sondern auch den laufenden Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtigen.

Abhilfe kann hier ein Passwortmanager für Unternehmen bieten. Er sorgt dafür, dass für jedes System sichere und individuelle Zugangsdaten verwendet werden und Mitarbeitende dennoch effizient arbeiten können.

Digitale Sicherheit als Bestandteil des Risikomanagements

Eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigt, dass etwa 84 % aller Firmen Opfer von Sabotage, Datendiebstahl oder Wirtschaftsspionage geworden sind. Auch die Cyberattacken haben zugenommen. Die Kosten dafür können Unternehmen in eine (temporäre) Krise stürzen."

Jedes Unternehmen trägt verschiedene Risiken: finanziell, rechtlich, operativ. Die Cyberrisiken gehören heute zu den größten, weil Datenverlust, Systemausfälle, Betriebsunterbrechungen oder Erpressung durch Cyberangriffe nur schwer plan- und kalkulierbar sind. Genau deshalb muss digitale Sicherheit fest im unternehmensweiten Risikomanagement verankert sein.

Die Digitalisierung ist längst kein technisches Zusatzthema mehr, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Geschäfts- und IT-Infrastruktur, auf den heute nahezu alle Geschäftsprozesse aufsetzen. Je stärker Unternehmen auf digitale Plattformen, Cloud-Dienste und vernetzte Systeme angewiesen sind, umso wichtiger wird deren Sicherheit, weil diese Systeme die Basis für Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit und stabile Kapitalströme bilden.

Auswirkungen von Sicherheitsvorfällen auf Liquidität und Cashflow

Eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigt, dass etwa 84 % aller Firmen Opfer von Sabotage, Datendiebstahl oder Wirtschaftsspionage geworden sind. Auch die Cyberattacken haben zugenommen. Die Kosten dafür können Unternehmen in eine (temporäre) Krise stürzen. Sobald ein Sicherheitsvorfall bekannt ist, laufen meist IT-Notfallmaßnahmen an. Dadurch werden nicht nur eigene Mitarbeiter gebunden, sondern auch Kosten für Forensik-Dienstleister oder rechtliche Beratung und Datenschutzmaßnahmen verursacht. So kommt es zu ungeplanten Ausgaben und einer direkten Belastung der Liquiditätsreserven.

Führen die Cyberangriffe zu Betriebsunterbrechungen, entstehen weitere Kosten. Haben Abteilungen wie Buchhaltung, Vertrieb oder Produktion keinen Zugriff auf die Daten, werden zentrale Geschäftsprozesse unterbrochen oder vollständig gestoppt.

Rechnungen können nicht erstellt oder versendet werden, Aufträge verzögern sich und laufende Projekte kommen ins Stocken. Dadurch bleiben Zahlungseingänge aus oder verschieben sich erheblich, während fixe Kosten wie Gehälter, Mieten oder laufende Verträge weiterhin anfallen.

Die Folge ist eine direkte Belastung der Liquidität, denn die laufenden Ausgaben bleiben bestehen. Doch Einnahmen fehlen oder verzögern sich. Somit verschlechtert sich auch der Cashflow, denn Zahlungseingänge werden später verbucht, Ausgaben fallen hingegen weiter regelmäßig an. Durch den Einsatz von Rücklagen oder die Überziehung von Kreditlinien kann ein kurzfristiger Finanzierungsbedarf gedeckt werden. Allerdings hat das spürbare Konsequenzen für die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Der Handlungsspielraum für zukünftige Investitionen wird durch die Rücklagenreduktion kleiner. Zusätzlich laufen höhere Finanzierungskosten durch die Überziehung von Kreditlinien auf und die Abhängigkeit von externen Geldgebern erhöht sich. Langfristig verschlechtert sich dadurch die Planungssicherheit. Investitionsentscheidungen müssen unter Umständen verschoben oder neu priorisiert werden, während strategische Vorhaben an Dynamik verlieren.