Der Begriff Brexit bezeichnet das Austreten Großbritanniens aus der EU

Der Austritt Großbritanniens Brexit-Folgen für die EU

Der Begriff Brexit bezeichnet das Austreten Großbritanniens aus der EU. Britischen Ökonomen folgend könnte die Union von einem Austritt des Vereinigten Königreichs profitieren, den Briten stünden allerdings schwere wirtschaftliche Folgen ins Haus.

Ob der Brexit jemals kommen wird, ist für die Fachleute derzeit nicht absehbar. Letztendlich hängt der Abschied von vielen kaum zu prognostizierenden Faktoren ab. Sollte Großbritannien für einen EU-Austritt stimmen, wird dies schwerwiegende Folgen für die dortige Wirtschaft haben. Wie groß die Folgen sein werden, hängt davon ab, ob dem Vereinigten Königreich der Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten bleibt. Zudem entscheidet die anschließende Relevanz des Börsenplatzes London und das zeitnahe Abschließen neuer Handelsabkommen über die wirtschaftlichen Folgen.

Warum Europa vom Brexit profitieren würde

Der US-Informationsdienst IHS glaubt, dass der Austritt Großbritanniens zu einem Dominoeffekt führen könnte, denn immer mehr Mitglieder stehen dem Konstrukt EU reserviert gegenüber. Die Analysten erwarten nach vollendetem Reinigungsprozess eine wesentlich einfachere Verständigung unter den verbleibenden Mitgliedsländern. Allerdings bewegen sie sich mit der Prognose auf unsicherem Terrain, denn niemand weiß, wer aufgrund des überall erstarkenden Nationalbewusstseins überhaupt noch Interesse an einem europäischen Superstaat hat. 

Sollte es zu einer Rest-EU kommen, wird sie den Briten den Zugang zum kontinentalen Binnenmarkt sicher nicht einfach gestalten. Denn die bisher vom Vereinigten Königreich eingezahlten jährlichen fünf Milliarden Euro waren gewissermaßen als Zugangspreis zu verstehen. 

Bedeutet der Brexit ein Auseinanderfallen des Vereinigten Königreichs?

Zunächst sagt der IHS den Briten für die kommenden drei Jahre einen Rückgang des jährlichen Wirtschaftswachstums von einem Prozent voraus. Danach verlässt die Studie erneut das Terrain verlässlicher Informationen, denn sie prognostiziert eine Abspaltung der Schotten vom Königreich. Angeblich will Schottland in der EU bleiben; wenn es sein muss, würden die Schotten sich im Alleingang für Europa entscheiden. 

Davon ist jedoch kaum auszugehen, da die Schotten erst vor Kurzem für das Vereinigte Königreich votiert haben und ihre Abneigung gegen einen europäischen Einheitsstaat ebenso zum Ausdruck bringen wie die Engländer. Auch dass das englische Pfund dramatisch an Wert verliert, ist eine Spekulation, denn dies würde einen elementaren Vertrauensverlust der britischen Verbraucher voraussetzen. 

Sollte Großbritannien für einen EU-Austritt stimmen, wird dies schwerwiegende Folgen für die dortige Wirtschaft haben."

Was passiert nach dem Brexit?

Die EU-Befürworter unter den IHS-Analysten glauben in dem Fall, dass die Eurozone um vieles einfacher und unkomplizierter würde. Sie verbinden den britischen Abschied mit weniger Bürokratie, geringeren Risiken in Bezug auf Finanzen und niedrigeren Transaktionskosten. 

EU-Kritiker sehen in einem britischen Abschied jedoch den Anfang vom unvermeidbaren Ende. Dadurch würden nationalbewusste Staaten zu gleichen Aktionen animiert und es käme zu einem Dominoeffekt, an dessen Ende der Zerfall der EU steht. Bislang ist jedoch alles ungewiss, erst nach dem 23. Juni (britisches EU-Referendum) wissen wir mehr.

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