Der britische Fondsanbieter M&G hat sein Geschäftsmodell auf die Honorarberatung umgestellt

M&G stellt sich der Honorarberatung Direktkunden zu Kampfpreisen erobern

Der britische Fondsanbieter M&G hat sein Geschäftsmodell auf die Honorarberatung umgestellt und versucht, mit Kampfpreisen Direktkunden zu erobern. Das gelingt dem Anbieter mit Nettoprodukten, welche provisionsbereinigt sind und ausschließlich Honorarberatern zur Verfügung stehen.

Der Strategieschwenk von M&G umfasst neben der Einführung der Honorarberatung die Abschaffung von Ausgabeaufschlägen für britische Direktkunden. Wenn diese auf die neue Onlinepräsenz des Anbieters wechseln, werden sie mit gesenkten Verwaltungsgebühren konfrontiert. Der zweitgrößte Fondsanbieter Großbritanniens erreicht mit seinen Aktionen, dass private Anleger erstmals auf direktem Weg Investmentprodukte günstiger als bei Vermittlern erwerben können.

M&G Kostensenkungen im Detail

Bereits im Januar hatte der Anbieter die beim Neuerwerb von Fonds allgemein üblichen Ausgabeaufschläge zwischen drei und vier Prozent abgeschafft. Darüber hinaus plant M&G die Senkung der Verwaltungskosten bei britischen Fonds um 0. 25 Prozent. Einzige Voraussetzung: Anleger müssen ihre Depots auf die neue Internetplattform von M&G übertragen, welche in wenigen Wochen an den Start geht und dorthin mindestens 5.000 britische Pfund transferieren. 

Abschied von der Beratung über Provisionen

Im Vereinigten Königreich sind bei Finanzprodukten seit 2013 Zahlungen von Provisionen strikt untersagt. Demzufolge mussten alle Berater ihre Geschäftsmodelle von Grund auf überarbeiten. In aller Regel führt die Honorarberatung zur Anwendung von provisionsbereinigten Nettoverträgen, welche für die Anleger transparenter und kostengünstiger sind. Bei M&G resultierte dies in Gebührensenkungen, welche die hauseigenen Fondsprodukte weit günstiger als die der durchschnittlichen Konkurrenz macht. Während Kleinanleger von der Honorarberatung nur begrenzte Vorteile haben, profitieren Direktbroker von ihr mit massiven Zuwächsen. 

Der Anbieter M&G unterbietet intermediäre Mitbewerber

Bei vielen Wettbewerbern wird neben den Verwaltungsgebühren noch eine Gebühr für die Nutzung der Internetplattform fällig. Der Fondsanbieter M&G stellt derartige Kosten nicht in Rechnung und lässt seine Fonds damit günstiger als die der Konkurrenz erscheinen. Geringe Fondsgebühren und die Honorarberatung sollen die Kundenvermögen bestmöglich wachsen lassen. Etwa 190.000 Privatanleger profitieren in Großbritannien bereits vom kostengünstigen Direktgeschäft mit dem Anbieter. Sie als deutscher Anleger kommen allerdings nicht in den Genuss einer M&G Plattform, bei uns werden die Fonds über freie Berater und Banken vertrieben. 

Ein Strategieschwenk von M&G."

Keine Ausweitung des Direktgeschäfts

Bei Einführung der Honorarberatung rechnete die Branche damit, dass sich alle Anbieter für eine Ausweitung ihres Direktgeschäftes entscheiden. Viele schrecken jedoch davor zurück, da sie ihre Vertriebspartner nicht in Aufregung versetzen wollen. Gleiches gilt auch für den Fondsanbieter M&G, der will lediglich 48 seiner für britische Anleger vorgesehenen Anteilsklassen über die neue Internetpräsenz zugänglich machen.

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