Corona-Effekt: jedes dritte Unternehmen kürzt oder streicht Dividende

Anlagestrategie überprüfen Dividendenfonds und Corona

Dividendenfonds investieren gezielt in Aktien mit hohen und kontinuierlichen Ausschüttungen und versprechen damit stabile, zinsähnliche Erträge. Solche Produkte sind gesucht, da "echte" verzinsliche Anlagen wie Anleihen kaum noch positive Renditen bieten.

Auch im (ersten) Corona-Jahr 2020 haben Dividendenfonds noch überraschend hohe Erträge erwirtschaftet. Keine Selbstverständlichkeit angesichts des tiefen Einbruchs an den Börsen und der Dividendenkürzungen bei vielen Unternehmen. Doch ganz spurlos ist die Corona-Krise nicht vorübergegangen. Immerhin dürfte 2021 besser werden.

Autorenbox (bitte nicht verändern)

Corona-Effekt: jedes dritte Unternehmen kürzt oder streicht Dividende

Der britischen Fondsgesellschaft Janus Henderson Investors zufolge haben Aktiengesellschaften 2020 weltweit 1,2 Billionen US-Dollar Dividenden ausgeschüttet. Ein riesiger Betrag, der allerdings gegenüber 2019 um 12,2 Prozent geringer ausfiel. Rechnet man Effekte durch Wechselkursveränderungen und Sonderdividenden heraus, bleibt immer noch ein Minus von 10,5 Prozent. Besonders drastisch fielen Dividendenkürzungen in Großbritannien (-40,9 Prozent) und im übrigen Europa (-31,7 Prozent) aus. Bei deutschen AG's wurden vergangenes Jahr umgerechnet 37,3 Milliarden US-Dollar ausgeschüttet. Das sind 14,8 Prozent bzw. bereinigt 12,9 Prozent weniger als 2019.

Im Weltmaßstab ließ jede achte Aktiengesellschaft ihre Dividende ganz ausfallen. 20 Prozent kürzten die Dividende, zwei Drittel der Unternehmen ließen sie unverändert oder erhöhten sogar die Ausschüttungen. Besonders stark betroffen von Dividendenstreichungen bzw. -kürzungen waren Banken, Öl- und Bergbauunternehmen sowie Unternehmen, die zyklische Konsumgüter herstellen. Lebensmittel- und Pharmaunternehmen zeigten sich dagegen kaum berührt. Die besonders starken Dividendenrückgänge in Europa hängen zum Teil mit entsprechenden Vorgaben der Finanzaufsicht an Banken zusammen. In Deutschland gab es die stärksten Dividendeneinbußen in der Autobranche. Für die USA und Kanada war dagegen 2020 das beste Dividendenjahr aller Zeiten mit 549 Milliarden Dollar Ausschüttungen.

2021 könnte wieder ein besseres Dividendenjahr werden."

Dividendenstrategie - ein Risiko bleibt

Mittlerweile beginnt sich die Wirtschaft von der Corona-Krise wieder zu erholen. In China und auch sonst in Fernost scheint die Pandemie überwunden und die Konjunktur läuft wieder gut. Auch in den USA nimmt die Wirtschaft dank gigantischer Hilfsprogramme und erfolgreicher Impfkampagnen Fahrt auf.

Die EU und Deutschland hinken hinterher. Insgesamt gilt: 2021 könnte wieder ein besseres Dividendenjahr werden. Dennoch gilt - ob Dividendenfonds oder Direktinvestment in starke Dividendenwerte - eine Dividendenstrategie mag lohnender als verzinsliche Geldanlage sein, ist aber auch riskanter.

Kontakt zu mir

Hallo!
Schön, dass Sie mich kennenlernen möchten.