Pauschales Mischen von Wertpapieren kann Risiken verstärken

Gemischte Portfolios - Auf das WIE kommt es an! Ist Mischen immer die richtige Strategie?

Zur Reduzierung von Risiken im Börsengeschäft wird die Diversifikation empfohlen, allerdings scheiden sich an diesem Punkt die Geister: Während Buffett von diesem Gedanken nichts hält, wies Markowitz bereits vor Jahren einen Effekt nach.

Es ist eine gern genutzte Börsenempfehlung, wenn von der Risikostreuung die Rede ist: Sich nur auf bestimmte Werte zu konzentrieren, birgt schon von der Logik her große Risiken. Welche Papiere sich aber zum Ausgleich eignen, das ist die große Frage - nämlich die der Korrelation, also des kausalen Zusammenhangs zwischen den ausgewählten Papieren.

Pauschales Mischen von Wertpapieren kann Risiken verstärken

Es ist also deutlich komplizierter, eine Diversifikation zu erzielen: Wer beispielsweise vor der Finanzkrise in den MSCI World investiert hat und zum Ausgleich auf Rohstoffe wie Öl oder Industriemetalle setzte, dürfte ein böses Erwachen erlebt haben. Korrigieren nämlich die für die Weltwirtschaft relevanten Unternehmenswerte im Zuge einer Krise, werden die Rohstoffe mit nach unten gerissen - die Nachfrage und in der Folge die Preise müssen zwangsläufig mit der Konjunktur einbrechen, da sie miteinander in Beziehung stehen.

Mit Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren, lehnt auch die Diversifikation zum Teil ab. Und das, obwohl er für den Kleinstanleger Indexfonds, sogenannte ETF´s (Exchange Traded Funds), empfiehlt. Er vergleicht dieses Vorgehen mit einem Harem: Je mehr Frauen dort auf ihren Herrn warten, desto weniger könne dieser jede einzelne davon richtig kennen. Dieser Ansatz ist nicht von der Hand zu weisen, besagt aber auch, dass Anleger sich intensiver mit dem Zusammenspiel zwischen den einzelnen Werten befassen sollten.

Markowitz: Korrelation von Werten ausschlaggebend

Schon in den 50-er-Jahren befasste sich der Ökonom Harry Markowitz mit der Korrelation von Wertpapieren. Er definierte den Gleichlauf von zwei Wertpapieren und bezifferte diesen auf Werte von -1,0 bis +1,0 - also von gegenläufigen bis zu vollkommen gleichlaufenden Entwicklungen. Der Wert 0 bestätigt hingegen eine Unabhängigkeit der beiden Wertentwicklungen. Je geringer der anzunehmende Gleichlauf ausfällt, desto besser funktioniert also die Diversifikation: Fällt der eine Kurs, steigt der andere.

Zur Reduzierung von Risiken im Börsengeschäft wird die Diversifikation empfohlen."

Schon diese Betrachtung macht klar, dass die Auswahl geeigneter Wertpapiere deutlich komplizierter ist, als es das simple Mischen impliziert. Es ist also nicht nur professionelles Fachwissen notwendig, sondern es sind auch die immer wieder auftretenden und nicht in ein solches Schema passenden Turbulenzen mit einzuplanen.

Unter dem Strich heißt das, die Diversifikation bewirkt in der Praxis vielleicht weniger, als Anleger angenommen hatten - solange nicht professionelle Anlagemodelle die Korrelation effektiv erfassen und berücksichtigen. Dazu sind aufwendige Simulationen notwendig, die Entwicklungen permanent überwachen und analysieren, um im Bedarfsfall eine zielführende Umschichtung vorzunehmen.

Das funktioniert nur mit einem fachgerechten und automatisierten Anlageprozess - wie ihn die Profis nutzen. Diese professionelle Vorgehensweise kann bei einem Certfified Financial Planner (CFP®) in Anspruch genommen werden www.fpsb.de . Dabei wird ein aktives Management bei den Geld- und Vermögensanlagen betrieben, dass die Optimierung der Rendite bei gleichzeitiger Minimierung des Risiko zum Ziel hat. Dadurch können individuell beste Investitionsentscheidung getroffen werden.

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