Aktive ETFs gewinnen an Bedeutung, weil sie zwei Welten verbinden

DWS und DJE Kooperation bei neuem aktivem ETF

Die Auswahl der Aktien erfolgt über ein von DJE entwickeltes Scoringmodell. Dieses Modell kombiniert mehrere Perspektiven und soll eine ausgewogene Bewertung der Titel ermöglichen.

Die DWS und die DJE Kapital vertiefen ihre Zusammenarbeit im ETF-Segment. Mit dem Xtrackers DJE Europe Equity Research ETF bringen die Partner zum zweiten Mal einen aktiv gemanagten ETF auf den Markt. Das Produkt unterstreicht den anhaltenden Trend, aktives Management in die ETF-Struktur zu überführen.

Der Fonds ist thesaurierend und weist eine laufende Gebühr von 0,5 Prozent aus. Er richtet sich auf europäische Aktien und kombiniert regelbasierte Auswahl mit analystengestützten Einschätzungen.


Aktives Management in ETF-Form

Aktive ETFs gewinnen an Bedeutung, weil sie zwei Welten verbinden.

Sie bieten die Handelbarkeit und Transparenz eines ETFs, verzichten jedoch auf eine rein indexnahe Abbildung.

Stattdessen folgt die Titelauswahl einer aktiven Logik.

Im vorliegenden Fall steuert DJE die Research- und Auswahlkompetenz bei, während DWS die ETF-Plattform und den Vertrieb verantwortet.

Die Arbeitsteilung ist klar definiert und folgt dem bewährten Kooperationsmodell beider Häuser.


Scoringmodell als zentrales Steuerungsinstrument

Die Auswahl der Aktien erfolgt über ein von DJE entwickeltes Scoringmodell. Dieses Modell kombiniert mehrere Perspektiven und soll eine ausgewogene Bewertung der Titel ermöglichen.

Berücksichtigt werden unter anderem:

  • technische Indikatoren zur Markt- und Trendanalyse
  • Fundamentaldaten zur Bewertung von Ertragskraft und Substanz
  • qualitative Einschätzungen der DJE-Analysten

Durch diese Kombination entsteht ein dynamischer Auswahlprozess, der Anpassungen an Marktveränderungen erlaubt, ohne auf starre Indexregeln angewiesen zu sein.


Klare Ausschlusskriterien

Der neue Europa-Aktien-ETF kombiniert ein mehrstufiges Scoringmodell mit klaren Ausschlusskriterien und moderaten Kosten."

Neben der aktiven Auswahl gelten definierte Ausschlüsse. Laut DWS werden Unternehmen ausgeschlossen, die Umsätze mit kontroversen Waffen, Kohle oder Tabak erzielen. Ebenso ausgeschlossen sind Unternehmen, die gegen die Prinzipien des UN Global Compact verstoßen.

Diese Kriterien setzen einen klaren Rahmen, ohne das Produkt explizit als nachhaltigen ETF zu positionieren. Der Fokus bleibt auf aktiver Selektion, nicht auf umfassender ESG-Systematik.


Kosten und Positionierung

Mit einer Gesamtkostenquote von 0,5 Prozent liegt der ETF über klassischen passiven Produkten, aber deutlich unter vielen aktiv gemanagten Fonds. Die Preisgestaltung spiegelt den Anspruch wider, aktives Management effizient bereitzustellen.

Für Anleger ergibt sich damit ein Angebot, das:

  • aktive Titelauswahl mit ETF-Transparenz verbindet
  • auf europäische Aktien fokussiert ist
  • regelbasiert, aber nicht indexgebunden agiert
  • klare, aber begrenzte Ausschlusskriterien anwendet

Der ETF positioniert sich damit zwischen passiven Standardprodukten und klassischen aktiven Fonds.


Kooperation als strategisches Modell

Die erneute Zusammenarbeit von DWS und DJE zeigt, dass Kooperationen im ETF-Markt an Bedeutung gewinnen. Plattformanbieter und Research-Häuser bündeln ihre Stärken, um differenzierte Produkte anzubieten, ohne vollständige Wertschöpfung intern abzubilden.

Für große Anbieter wie DWS bedeutet das eine Erweiterung des Produktangebots. Für spezialisierte Häuser wie DJE eröffnet sich der Zugang zu einem breiteren Vertriebskanal.


Fazit

Mit dem zweiten gemeinsamen aktiven ETF setzen DWS und DJE ihre Kooperationsstrategie konsequent fort. Der neue Europa-Aktien-ETF kombiniert ein mehrstufiges Scoringmodell mit klaren Ausschlusskriterien und moderaten Kosten. Er steht exemplarisch für die zunehmende Verzahnung von aktivem Management und ETF-Strukturen und zeigt, wie sich das Produktangebot im europäischen ETF-Markt weiter differenziert.

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