Die Preise für Wohnimmobilien sanken 2023 deutlich

Dramatisch Preise für Wohnimmobilien sinken

Die Preise für Wohnimmobilien sanken 2023 deutlich. Einen so dramatischen Einbruch gab es in den vorrangegangenen sechzig Jahren nicht.

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) erfasst seit den 1960er Jahren die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland. Der daraus berechnete German Real Estate Index (GREIX) spiegelt die Entwicklung in diesem wichtigen Segment wider. Im vergangenen Jahr sanken die Preise für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser dramatisch. Ein vergleichbares Minus gab es in der Geschichte des GREIX noch nicht.

Was Anleger und Immobilienbesitzer über den GREIX wissen sollten:

  • Der German Real Estate Index wird auf Grundlage der von den Gutachterausschüssen erhobenen Daten berechnet. Diese werten für die einzelnen Gebiete notariell beglaubigte Kaufverträge aus.
  • Bei der Erhebung der Daten werden alle Marktsegmente (Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser) berücksichtigt.
  • Der GREIX wird für 18 deutsche Städte berechnet.
  • Die Daten sind für jeden Interessenten zugänglich.

Stärkster Preisrückgang seit sechzig Jahren

Seit 2008 schien die Tendenz der Preise für Immobilien nur eine Richtung zu kennen. Beispielsweise wiesen die Preise für Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten Steigerungsraten von 250 bis mehr als 350 Prozent auf. 2023 zeigt die Kurve steil nach unten. Die Preise für Wohnungen fielen um rund 9 Prozentpunkte und auch die Verkäufer von Einfamilienhäusern erzielten im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt rund 11 Prozent niedrigere Erlöse. Am heftigsten war der Preisrückgang jedoch bei den Mehrfamilienhäusern, deren Preise um ein Fünftel einbrachen.

So heftig der Preisverfall war - es gibt Anzeichen, dass er überwunden sein könnte."

Ist der Preisrückgang bereits gestoppt?

Jüngste Berechnungen zeigen, dass die Preise für Eigentumswohnungen in einigen deutschen Städten wieder anziehen. Hierbei gibt es jedoch Unterschiede in den verschiedenen Regionen unseres Landes. Eine Preisstabilisierung beziehungsweise leicht steigende Preise für Eigentumswohnungen melden Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und Köln. Etwas anders sieht es in Hamburg und Frankfurt am Main aus. Hier gibt es noch ein Minus.

Der Präsident des IfW Kiel Moritz Schularick bewertet die bisherige Entwicklung als positives Signal für die Konjunktur. Offenbar war die heftige Korrektur nach dem steilen Preisanstieg erforderlich. Insgesamt erweise sich der Immobilienmarkt in Deutschland als robust. Es scheint, als würden die Markteilnehmer mit einem baldigen Ende der Zinserhöhungen durch die EZB rechnen.

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