Die nächste Vermögensgeneration sieht Kapital weniger als Besitz, sondern als Werkzeug für neue Chancen

Billionaire Ambitions Report Vermögensgeneration verändert Marktstrukturen

Innovation, Mobilität und Erbschaften als prägende Kräfte.

Der aktuelle „Billionaire Ambitions Report“ von UBS zeigt deutliche Verschiebungen in der globalen Vermögenslandschaft. Zum ersten Mal entsteht eine Generation von Vermögensinhabern, die gleichzeitig unternehmerische Vermögen neu aufbaut und bestehende Familienvermögen übernimmt. Diese Parallelbewegung verändert Kapitalströme, Anlagepräferenzen und das Verhalten großer Vermögen im Markt. Die Studie basiert auf einer weltweiten Befragung von Milliardärsfamilien und beschreibt einen Wandel, der weit über einzelne Branchen hinaus wirkt.

Neuer Unternehmergeist in globalen Vermögenskreisen

Eine wachsende Zahl jüngerer Vermögensschöpfer baut Unternehmen in Bereichen auf, die stark von Technologie, Digitalisierung und neuen Geschäftsmodellen geprägt sind. Diese Generation ist international vernetzt, mobil und stärker bereit, neue Vermögensquellen anzusteuern. Sie kombiniert Kapital, technisches Wissen und Skalierungsmöglichkeiten auf eine Weise, die traditionelle Vermögenspfade ergänzt und teilweise ablöst.

Die meisten dieser Selbstständigen investieren früh in Technologie, Gesundheitsinnovationen, klimabezogene Geschäftsmodelle und digitale Infrastruktur. Ihr Vermögen entsteht weniger aus traditionellen Branchen, sondern aus Wachstumssektoren, deren Entwicklung eng mit globalen Trends verbunden ist. Dadurch fließen mehr Mittel in Bereiche, die langfristige Strukturveränderungen prägen.

Größter Generationenwechsel der Vermögensgeschichte

Parallel dazu findet ein historisch einmaliger Vermögensübergang statt. Umfangreiche Familienvermögen wechseln auf jüngere Generationen, die andere Prioritäten setzen. Laut UBS hat ein großer Teil der Erben eine breitere Perspektive auf Vermögenssteuerung: Sie denken stärker in internationalen Strukturen, bevorzugen flexible Familienstrategien und beziehen Nachhaltigkeit sowie Innovation in ihre Entscheidungen ein.

Dieser Generationenwechsel wirkt nicht abrupt, aber tiefgreifend. Er verändert Entscheidungsprozesse innerhalb von Familien, verschiebt Risikowahrnehmungen und führt zu neuen Formen der Vermögensorganisation.

Kennzeichnende Entwicklungen:

  • stärkere Professionalisierung der Family Offices
  • höheres Interesse an Direktbeteiligungen
  • wachsender Wunsch nach unternehmerischer Eigenaktivität

Die nächste Vermögensgeneration sieht Kapital weniger als Besitz, sondern als Werkzeug für neue Chancen.

Neue Prioritäten bei Investitionen

Die Studie zeigt deutliche Schwerpunktverschiebungen. Vermögen wird stärker in Zukunftssektoren und längerfristige Projekte gelenkt. Entscheidend sind nicht nur Renditen, sondern die langfristige Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle.

Zentrale Felder:

  • Infrastruktur und Energie
  • transformative Technologien
  • Gesundheits- und Biotechnologie
  • spezialisierte private Märkte

Diese Schwerpunkte verändern die Kapitalstruktur vieler Märkte. Großvermögen entwickeln sich zunehmend zu aktiven Partnern für Innovation, nicht mehr nur zu Finanzierern bestehender Geschäftsmodelle.

Mobilität und globale Orientierung

Vermögensverwaltung wird vielfältiger, internationaler und strategischer. Die neue Generation setzt auf langfristige Gestaltung, nicht nur auf Bewahrung."

Die neue Vermögensgeneration bewegt sich selbstverständlich zwischen Regionen und Rechtsordnungen. Wohnsitz, Unternehmensstandort und Kapitalallokation werden flexibel gehandhabt. Das verleiht Kapitalströmen zusätzliche Dynamik und verstärkt globale Verflechtungen.

Mobilität bedeutet auch: Vermögensentscheidungen reagieren schneller auf regulatorische Entwicklungen, Steuerstrukturen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dadurch entsteht ein Kapitalmarkt, der sensibler auf langfristige politische und wirtschaftliche Trends reagiert.

Familien, Governance und neue Verantwortungsstrukturen

Viele Familien entwickeln differenzierte Governance-Modelle, die professioneller und strukturierter sind als frühere Generationen. Vermögensentscheidungen werden stärker delegiert, Risiken systematisch erfasst und Verantwortlichkeiten klarer festgelegt.

Dieser organisatorische Wandel sorgt für Stabilität, aber auch für mehr Flexibilität. Familienvermögen orientieren sich weniger an festen Traditionen, sondern an strategischer Planung. Das stärkt die Fähigkeit, Kapital über Generationen hinweg auszurichten.

Fazit

Die globale Vermögenslandschaft verändert sich durch zwei parallele Entwicklungen: unternehmerische Vermögensneuschöpfung und einen historisch großen Generationenwechsel. Beide Bewegungen verschieben Kapitalströme, Risikoprofile und die Bedeutung einzelner Märkte. Innovation, Mobilität und professionelle Strukturen prägen immer stärker den Umgang mit großen Vermögen.

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