Längere Handelszeiten Next-Gen Market Making
Wie automatisierte Handelsmodelle Liquidität über längere Handelszeiten sichern.
Mit der Ausweitung der Handelszeiten an Börsen – teilweise bis zu 23 Stunden täglich – verändert sich die Marktmechanik spürbar. Längere Öffnungszeiten bedeuten mehr Flexibilität, aber auch neue Anforderungen: In Randzeiten handeln weniger Marktteilnehmer, wodurch Kurse stärker schwanken könnten. Um dennoch stabile Preisbildung zu gewährleisten, setzen Börsen und Handelsteilnehmer zunehmend auf automatisierte Systeme, die Kauf- und Verkaufsangebote bereitstellen. Diese neue Form des „Market Making“ stützt die Liquidität in einem Markt, der kaum noch Pausen kennt.
Warum längere Handelszeiten neue Lösungen erfordern
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Früher konzentrierte sich der Handel auf wenige Stunden. Heute reagieren Märkte in Echtzeit auf politische Ereignisse, Unternehmensnachrichten oder Bewegungen an Überseebörsen. Dadurch wächst der Bedarf an durchgehender Handelbarkeit. Gleichzeitig sinkt in den Nachtstunden meist die Zahl aktiver Anleger – ein klassisches Liquiditätsproblem.
Weniger Marktteilnehmer bedeuten größere Kursabstände und empfindlichere Preisreaktionen. Genau hier kommen automatisierte Systeme ins Spiel: Sie sorgen dafür, dass zu jeder Uhrzeit Kauf- und Verkaufsangebote vorhanden sind.
Wesentliche Herausforderungen längerer Handelszeiten:
- Geringere Marktteilnehmerzahl in Nachtstunden
- Höhere Gefahr von Kurssprüngen bei wichtigen Nachrichten
- Weniger natürliche Gegenseite für Orders großer Anleger
- Steigende Anforderungen an Überwachung und Risikosteuerung
Ohne technische Systeme wäre ein fast durchgehender Handel kaum stabil zu organisieren.
Wie moderne Market-Making-Modelle funktionieren
Market Maker stellen laufend Kauf- und Verkaufsangebote bereit. Früher geschah dies überwiegend durch Händler. Heute übernehmen automatisierte Modelle diese Aufgabe – präzise, schnell und regelbasiert.
Die Systeme nutzen:
- Preisberechnungen in Sekundenbruchteilen, basierend auf aktuellen Marktdaten
- Bewertungen anderer Märkte (z. B. Futures oder Auslandsbörsen)
- Risikobegrenzungen, die Positionsgrößen automatisch anpassen
- Ständige Aktualisierung der Preisabstände, um faire Spreads sicherzustellen
Je länger die Handelszeiten, desto wichtiger wird diese Form der Liquiditätsbereitstellung. Die Systeme reagieren auch dann, wenn der Markt ansonsten „dünn“ wäre.
Vorteile für Anleger und Börsen
Erweiterte Handelszeiten verändern die Anforderungen an Marktstabilität grundlegend. Automatisierte Modelle übernehmen die Rolle, die früher vor allem Händler erfüllten: Sie stellen Preise, sorgen für Liquidität und dämpfen Kursschwankungen."
Automatisiertes Market Making stabilisiert den Handel und verbessert die Ausführungsqualität – besonders in Randzeiten.
Wichtige Effekte:
- Engere Kursabstände, auch wenn weniger Menschen handeln
- Weniger Kurssprünge, weil immer eine Gegenseite vorhanden ist
- Mehr Transparenz, da Preisbildung kontinuierlich stattfindet
- Geringere Kosten, weil Ausführungspreise weniger stark schwanken
Für Börsen ist dies ein entscheidender Standortfaktor: Ein Markt mit stabilen Preisen zieht mehr Teilnehmer an, was wiederum die Liquidität erhöht – ein selbstverstärkender Prozess.
Risiken und Grenzen der Automatisierung
So leistungsfähig die Modelle sind – sie lösen nicht alle Probleme. Automatisierte Systeme können zwar Angebot und Nachfrage simulieren, aber sie ersetzen nicht die Vielfalt menschlicher Marktteilnehmer. In extremen Situationen kann die Liquidität dennoch rasch austrocknen.
Zentrale Risiken:
- Modellabhängigkeit: Wenn viele Systeme gleich reagieren, entstehen einheitliche Muster.
- Missverständliche Signale: Nachrichten werden manchmal überinterpretiert.
- Plötzliche Rückzüge: Wenn Risikogrenzen erreicht sind, können Systeme sich gleichzeitig zurückziehen.
- Technische Störungen: Längere Handelszeiten erhöhen die Belastung der Infrastruktur.
Trotzdem gilt: Ohne automatisierte Systeme wären lange Handelszeiten kaum darstellbar.
Fazit
Erweiterte Handelszeiten verändern die Anforderungen an Marktstabilität grundlegend. Automatisierte Modelle übernehmen die Rolle, die früher vor allem Händler erfüllten: Sie stellen Preise, sorgen für Liquidität und dämpfen Kursschwankungen. Diese Systeme machen Aktienhandel in nahezu durchgehenden Zeitfenstern möglich. Sie verbessern die Ausführung für Anleger, erhöhen die Zuverlässigkeit des Marktes und stützen eine Infrastruktur, die immer weniger Pausen kennt. Die Automatisierung wird damit zu einem zentralen Bestandteil moderner Börsenorganisation.
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