Das Börsenjahr 2023 war durch ein starkes Auf und Ab der Aktienkurse mit einer starken Rallye zum Jahresende gekennzeichnet

2024 Zeit für Anleihen gekommen?

Das Börsenjahr 2023 war durch ein starkes Auf und Ab der Aktienkurse mit einer starken Rallye zum Jahresende gekennzeichnet. Wie es 2024 weiter gehen wird, steht einstweilen in den Sternen. Manches spricht dafür, Unternehmensanleihen verstärkt in den Blick zu nehmen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele Unwägbarkeiten. Der fortdauernde Ukraine-Krieg, der Krisenherd Naher Osten und der schwelende China-Taiwan-Konflikt, die bevorstehenden US-Wahlen, Chinas Wirtschaft im Kampf mit strukturellen Problemen, eine insgesamt schwächelnde Weltwirtschaft - das alles sind eher Unsicherheitsfaktoren, die schnell Kalkulationen über den Haufen werfen können.

Unternehmensanleihen in einem komplexen Umfeld

Für Anleihe-Investments ist vor allem die weitere Zinsentwicklung ausschlaggebend. Die Renditen von US-Staatsanleihen haben im vergangenen Jahr stark angezogen. Bei deutschen Staatsanleihen ist das Bild ähnlich. Der Renditeanstieg war vor allem der restriktiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken geschuldet. Allerdings könnte der Peak inzwischen erreicht oder sogar überschritten sein. Im letzten Quartal 2023 sanken die Renditen mit aufkeimenden Hoffnungen auf Leitzinssenkungen zum Teil deutlich. Zinssenkungsphantasien waren auch für die Aktienrallye zum Jahresschluss verantwortlich.  

In diesem komplexen Umfeld können internationale Unternehmensanleihen mit hohen Verzinsungen eine interessante Investmentchance bieten. Renditen im Bereich von acht bis zehn Prozent sind hier durchaus möglich. Sollte es tatsächlich zu Zinssenkungen kommen, besteht ein erhebliches Potential für Kursgewinne. Es ist umso höher, je länger die Restlaufzeit der Papiere ist. Wer in solche Anleihen investiert, muss allerdings auch das Ausfallrisiko ins Kalkül einbeziehen. Das ist bei Unternehmensanleihen zwangsläufig höher als bei erstklassigen Staatsanleihen. Faktoren wie ein unerwarteter weiterer Zinsanstieg oder eine schwache Wirtschaftsentwicklung wirken tendenziell ausfallerhöhend.

Für Anleihe-Investments ist vor allem die weitere Zinsentwicklung ausschlaggebend."

Es kommt auf die richtige Mischung an

Experten, die zu solchen Anleiheinvestments raten, negieren dieses Risiko nicht, sehen es aber als "beherrschbar" an. Begründung: im langjährigen Schnitt ist die Verschuldung der emittierenden Unternehmen nicht außergewöhnlich hoch und eine ausreichende Deckung des Schuldendienstes gewährleistet. Eine für US-Hochzinsanleihen prognostizierte Ausfallrate von drei Prozent fällt ebenfalls nicht aus dem Rahmen und wird durch die "Mehrrendite" aufgefangen.

Wie immer kommt es auch bei Hochzins-Anleiheinvestments auf Risikodiversifizierung und eine gute Mischung an. Mit entsprechenden Fonds ist eine adäquate Risikostreuung möglich. Eine kompetente und unabhängige Finanzberatung hilft bei der Auswahl und beim Einbau in die persönliche Vermögensstrategie.

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