Aphorismen: Erwin Schrödinger Wissen und Unschärfe
Beobachtung als Teil des Systems.
Schrödingers Gedanke, ursprünglich physikalischer Natur, berührt eine Dimension, die auch wirtschaftliche Systeme betrifft: Die Beobachtung beeinflusst das Beobachtete. Märkte reagieren nicht nur auf Daten, sondern darauf, dass Daten interpretiert werden. Unsicherheit entsteht daher nicht allein aus mangelnder Information, sondern aus der wechselseitigen Beziehung zwischen Erkenntnis und Verhalten. Schrödinger zeigt, dass Systeme, die aus Erwartungen bestehen, unweigerlich Unschärfe erzeugen. Der Gedanke lenkt den Blick auf die Grenzen präziser Prognosen und die Rolle des Beobachters im wirtschaftlichen Prozess. Weitere Aphorismen und Konzepte sind hier.
Der Denker der Unbestimmtheit: Erwin Schrödinger
Das Wesen der Erkenntnis ist untrennbar mit ihrer Unsicherheit verknüpft.“
Erwin Schrödinger stellte mit seinem berühmten Gleichnis die Frage, wie Beobachtung Realität verändert. Übertragen auf ökonomische Prozesse bedeutet dies: Märkte sind nie unabhängig von denen, die sie deuten. Sein Satz — „Das Wesen der Erkenntnis ist untrennbar mit ihrer Unsicherheit verknüpft.“ — zeigt eine Logik, die in Finanzsystemen ebenso gilt wie in der Quantenphysik.
Schrödinger war sich bewusst, dass Wissen nie vollständig sein kann, weil Erkenntnis immer an die Perspektive gebunden bleibt. Diese Einsicht schafft eine robustere Haltung gegenüber Erwartungen, Prognosen und Modellen.
Er macht sichtbar, dass Unsicherheit kein Mangel ist, sondern ein strukturelles Merkmal komplexer Systeme.
Mechanik begrenzter Erkenntnis
Schrödingers Gedanke beschreibt, dass Information und Unsicherheit sich gegenseitig bedingen. Mehr Wissen erzeugt oft mehr Fragen.
Zulässige Verdichtung:
- Beobachtung verändert Verhalten
- Verhalten verändert Beobachtung
- Unsicherheit entsteht aus dieser Wechselwirkung
Damit wird klar: Prognosen sind nie neutral, weil Erwartungen Teil der Realität werden, die sie beschreiben.
Relevanz für moderne Märkte
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Die heutige Wirtschaftswelt verstärkt die Unschärfe, die Schrödinger beschreibt.
Informationen verbreiten sich schnell, reichen tief in Systeme hinein und werden in Algorithmen und Modellen verarbeitet, die wiederum Entscheidungen auslösen.
Beobachtung wird damit selbst zur Kraft. Finanzmärkte verdeutlichen dies auf besondere Weise:
Erwartungen erzeugen Reaktionen, die Erwartungen verändern.
Schrödingers Einsicht führt zu einer nüchternen Bewertungsmethodik: Unsicherheit ist nicht zu beseitigen, sondern einzubeziehen.
In diesem Sinne fordert sein Gedanke eine Haltung, die Komplexität ernst nimmt.
Wer Unschärfe akzeptiert, entwickelt präzisere Formen der Vorsicht und stabilere Formen der Erwartung.
Fazit
Schrödinger zeigt, dass Erkenntnis immer an Unbestimmtheit gebunden bleibt. In ökonomischen Systemen gewinnt dieser Gedanke besondere Bedeutung, weil Erwartungen Wirklichkeit formen.
Merksätze:
- Beobachtung ist Teil des Systems, nicht außerhalb davon.
- Unsicherheit entsteht aus Wechselwirkung, nicht aus Mangel.
- Stabilität wächst aus dem bewussten Umgang mit Unschärfe.
fair, ehrlich, authentisch - die Grundlage für das Wohl aller Beteiligten









