Handel mit binären Optionen für Privatanleger verboten Wie Trader mit den neuen ESMA Regulierungen umgehen

Im Sommer 2018 hat die europäische Finanzaufsicht ESMA den Handel mit binären Optionen für Privatanleger verboten und die Hebel auf CFDs für diese Anlegergruppe stark eingeschränkt. Broker mit Sitz in der EU dürfen seither privaten Tradern diese Produkte nicht mehr anbieten. Es gibt aber Alternativen, die wir an dieser Stelle aufzeigen wollen.

Was besagt das ESMA-Verbot genau? 

Die beschlossenen ESMA-Maßnahmen umfassen:  

  • Verbot des Vertriebs und der Vermarktung von binären Optionen an Kleinanleger 
  • Beschränkung des Vertriebs, der Vermarktung und der Hebelwirkung von CFDs an private Kleinanleger 
  • Margin-Close-out (Margin-Glattstellungsvorschrift) auf Einzelkontobasis, Schutz der Konten von negativen Salden 
  • Verbot von Anreizen für den Handel mit CDFs (Trading-Turniere etc.) 
  • firmenspezifische standardisierte Risikowarnungen  

Kleinanleger sind durch ihren Erfahrungshorizont und ihr Kapital definiert. Der normale private Trader wird immer in diese Gruppe fallen. Die ESMA hat die Maßnahmen zunächst für drei Monate verhängt und dann immer wieder verlängert. Sie hatte zuvor EU-weit knapp 15.000 Marktteilnehmer befragt, darunter Broker, Banken sowie institutionelle und private Trader. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Kleinanleger auf Dauer mit den genannten Produkten Geld verlieren – je nach Untersuchungsansatz zwischen rund 75 bis 86 %. Entsprechende Risikohinweise tauchen seither in jeder Brokerwerbung auf. 

Es gibt drei Wege, mit denen Händler dieses Verbot umgehen: 

  • Der Firmensitz befindet außerhalb der EU wie beim Broker Finmax. 
  • Der Broker betreibt eine Plattform, die nicht unter das ESMA-Verbot fällt wie die Blockchain-basierte Plattform von Spectre.ai. 
  • Der Broker bietet alternative Instrumente an wie die FX Optionen des Brokers IQ Option. 

Alle Details darüber sind auf der Website www.binäre-optionen.info nachzulesen, kurz wollen wir aber im folgenden diese drei Plattformen noch erläutern: 

Finmax 

Finmax bietet binäre Optionen und CFDs an und wird von der russischen Finanzaufsicht IFMRRC reguliert. Damit fällt der Broker nicht unter die EU-Hoheit, seine Produkte sind vom ESMA-Verbot nicht betroffen. Er bietet sogar verschiedene Boni an, die den EU-Brokern inzwischen auch verboten wurden, so für die Anmeldung und die Ersteinzahlung. Binäre Optionen können bei Finmax auch mit Laufzeiten von 30 Sekunden gehandelt werden. Der Mindesteinsatz beträgt nur fünf Euro, darüber hinaus bietet der Broker auch Social Trading an. Trader können zunächst ein kostenloses Demokonto eröffnen. Die Renditen können 90 % erreichen. Für das mobile Trading stellt Finmax Apps für Android und iOS zur Verfügung. 

Spectre.ai 

Dieser Broker hat eine Blockchain-basierte Handelsplattform entwickelt. Damit bietet er binäre Optionen an, die aufgrund des dezentralen Handels – die Trader kaufen die Optionen voneinander und nicht vom Broker – nicht unter das ESMA-Verbot fallen. Blockchains sind die jüngste technische Innovation im Internet, sehr viele Kryptowährungen basieren auf ihnen. Die ESMA kann so einen Handel nicht verbieten, weil in der Blockchain von Spectre.ai Smart Contracts zwischen den Teilnehmern abgeschlossen werden und nicht der Broker wie sonst üblich als Market Maker auftritt. Gleichzeitig ist diese Technologie sehr sicher und damit auch sehr empfehlenswert. 

Die ESMA hat die Maßnahmen zunächst für drei Monate verhängt und dann immer wieder verlängert. 

Die FX Optionen des Brokers IQ Option 

Der in der EU ansässige Broker IQ Option hat als Antwort auf das ESMA-Verbot neue FX Optionen kreiert. Es handelt sich um eine spezielle Form von Devisenoptionen, die auf als Call- und Put-Optionen auf steigende und fallende Kurse gesetzt werden können. Da sie IQ Option extra entwickelt hat, sind sie ein proprietäres – einzigartiges – Instrument. Die ermöglichen es, von der Kursentwicklung der Währungspaare in einem kurzen Zeitrahmen zu partizipieren. Das Konzept ähnelt dem der klassischen europäischen Optionen, IQ Option hat es aber um ein wesentliches Feature erweitert: Die Trader können das Geschäft auch vor dem Auslaufen schließen. Das Gewinnpotenzial für erfolgreiche FX-Optionsgeschäfte ist im Gegensatz zu binären Optionen unbegrenzt. Die Verluste beschränken sich auf den Einsatz des Traders.