Selber mixen ist oft der bessere Weg

Mischfonds sind nicht der Königsweg Wer zuviel mischt, verliert!

Mischfonds scheinen den Gedanken der Diversifizierung von Geldanlagen in unterschiedliche Anlageklassen nahezu idealtypisch umzusetzen. Gerade in Zeiten des Anlagenotstands sind sie besonders gefragt. Sie versprechen Anlegern professionelles Investment, ohne sich selbst darum kümmern zu müssen. Doch können Mischfonds wirklich die Lösung für Diversifizierung sein?

Wie so oft lautet die Antwort: es kommt darauf an. Wenn Mischfonds am Anfang des Vermögensaufbaus eingesetzt werden - zum Beispiel von Berufseinsteigern - und sonst keine anderen bedeutenden Geldanlagen existieren, macht das Instrument Sinn. Sie ermöglichen es dann nämlich, auch mit kleinen Anlagebeträgen gut gestreut in unterschiedliche Anlageklassen zu investieren. Das wäre sonst nur schwierig umzusetzen. Besonders gut gelingt dies mit Sparplänen auf Mischfonds-Basis.

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Die Herausforderung besteht dann darin, Fondsprodukte zu identifizieren, die nicht nur rentierlich sind, sondern auch von den Kosten her überzeugen. Das ist längst nicht bei jedem Mischfonds der Fall. Fondskosten von zwei Prozent sind keine Seltenheit. Sie erweisen sich als ausgesprochener "Renditekiller". Und auch bei der Performance gibt es erhebliche Unterschiede. Es lohnt sich daher, genauer hinzuschauen. Es gibt inzwischen auch "gemischte" ETFs im Angebot.

Mischfonds bringen in einem gemischten Portfolio nichts 

Etwas anders sieht es aus, wenn in einem Vermögensportfolio schon unterschiedliche Anlageklassen vertreten sind. Dann macht es die "Beimischung" von Mischfonds tendenziell schwerer, angemessene Gewichte bei den einzelnen Anlagekategorien zu wahren. Dafür müsste im Prinzip die Anlagepolitik der Mischfonds im Portfolio stetig mitverfolgt werden, um ggf. Anpassungen beim "Rest" entsprechend der gewünschten Verteilung vorzunehmen. Das wird ein "normaler" Anleger kaum machen, weil das viel zu aufwändig ist und der Erfolg überdies zweifelhaft erscheint. 

Damit steigt aber die Wahrscheinlichkeit, dass Mischfonds zu "Ungleichgewichten" in solchen Portfolios führen. Anleger sollten sich daher entscheiden, wie sie Diversifkation betreiben wollen - entweder indem sie bei kleineren Vermögen ausschließlich auf Mischfonds setzen, oder indem sie ganz darauf verzichten und direkt in unterschiedliche Anlageklassen investieren. Beides zu "mixen", bringt keinen zusätzlichen Vorteil - im Gegenteil.

Anleger tun sich bei Mischfonds leichter, ihre Verlustängste zu kompensieren."

Selber mixen ist oft der bessere Weg

Warum sind Mischfonds dann aber trotzdem so beliebt? Es sind wohl vor allem psychologische Faktoren auf Berater-, Anbieter- und Anlegerseite, die absatzfördernd wirken. Für Berater ist es einfacher, Mischfonds zu empfehlen, als selbst diversifizierte Anlagestrategien zu entwickeln, Anbieter können ihre Erträge in den Fondsprodukten gut verschleiern und Anleger tun sich bei Mischfonds leichter, ihre Verlustängste zu kompensieren. 

Unabhängige und kompetente Finanzberatung empfiehlt Ihnen Mischfonds nur, wenn das aus guten Gründen angebracht ist. Ansonsten sollten Sie sich lieber beraten lassen, wie Sie selbst einen angemessenen Mix realisieren können.

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