Das beste Produkt der Sparkassen ist das traditionelle Sparbuch

Nach dem Klassiker nun das Modeprodukt Vom Sparkonto zu Mischfonds

Die Deutschen haben mehrheitlich kein gutes Händchen bei der Geldanlage. Jahrzehntelang war ihnen das Sparkonto heilig, erst die mickrigen Zinsen der Gegenwart ließen sie nach Alternativen suchen. Dann folgte ein weiterer Irrtum von historischer Bedeutung: die Begeisterung für Mischfonds.

Die Mehrheit der deutschen Verbraucher hält weiter an konservativen Anlageformen fest. Die beliebtesten Geldanlagen sind neben dem klassischen Sparkonto Tagesgeldkonten und Festgeldanlagen. Nahezu zwei Billionen Euro liegen hier fest, denn die deutschen Sparer glauben unbeirrt, dass die Zinsen in absehbarer Zeit wieder steigen. Wem der Glaube daran fehlt, investiert in das Modeprodukt Mischfonds, doch die stecken ebenfalls in der Zinsfalle.

Keine höheren Zinsen in Sicht

Vor vier Jahren warfen Sparkonto und Tagesgeld noch gut zwei Prozent Zinsen ab. Das war nicht besonders üppig, aber für eine risikolose Geldanlage ausreichend. Mittlerweile sind die Zinsen für kurzfristige Bankeinlagen auf 0.4 Prozent gefallen. Wer jetzt noch am Sparbuch oder dessen moderner Alternative festhält, vernichtet sein eigenes Vermögen. Die Inflationsrate liegt deutlich über diesem Wert; sie sendet jedoch aktuell falsche Signale, weil die Energiepreise vorübergehend eingebrochen sind. Experten rechnen auch mittelfristig nicht mit steigenden Zinsen, deshalb sucht ein Teil der Sparer sein Glück in Mischfonds.

Die richtige Begeisterung zur falschen Zeit

Seit Jahresbeginn sind mehr als 33 Milliarden Euro in die gemischten Fonds geflossen. Für die Sparer gilt das Modeprodukt Mischfonds ausgesprochen sicher, da in zwei völlig verschiedene Anlageklassen investiert wird. Die aktiv gemanagten "Wunderfonds" verteilen die Anlegergelder auf Aktien und Anleihen. Die Kombination galt in Fachkreisen als Erfolgsgarant, da in schwachen Aktienzeiten die Festverzinslichen ausreichend Rendite generierten.

Nach dem Sparkonto folgt ein weiterer Irrtum von historischer Bedeutung: die Begeisterung für Mischfonds."

Die Manager reagierten auf das Börsensentiment mit einfachen Verschiebungen beider Assets. Die Hausse betraf lange Zeit beide Segmente und machte Fehlentscheidungen nahezu unmöglich. Viele Sparer haben sich allerdings zu spät von ihrem Sparkonto verabschiedet und sind zur falschen Zeit auf den Mischfonds-Zug aufgesprungen. In den letzten Monaten hat sich das Umfeld für die Fonds erheblich verschlechtert:

  • Anleihen warten nicht mehr mit regelmäßiger Rendite auf, weil das Niedrigzinsumfeld keine stetigen Zinsen mehr hervorbringt.
  • Damit mindern die Festverzinslichen das Risiko nicht mehr, sondern werden selbst zum Risikofaktor. 

Die Schwächen der vermeintlich sicheren Mischfonds kamen bei den diesjährigen Börsenturbulenzen schonungslos ans Tageslicht, einzelne Produkte meldeten Verluste bis zu 35 Prozent. Doch die Sparer verweigern sich hierbei der Realität ebenso hartnäckig wie einst beim Sparkonto. 

Fazit

Unabhängige Experten raten derzeit, den Vermögensanteil auf den Tagesgeld- und  Sparkonten gering zu halten. Ebenfalls sollten Fonds mit festverzinslichen Wertpapieren nur einen kleinen Teil ausmachen. Für 2016 werden vermutlich europäische Aktien, Aktienfonds und zunehmend die kostengünstigen ETFs eine wichtige Rolle spielen, die jedoch im Vergleich zu Anlagen auf Konten oder in festverzinslichen Wertpapieren das Risiko erhöhen. Sprechen Sie daher mit einem bankenunabhängigen Berater, der Ihnen bei der Umsetzung der richtigen Mischung und der weiteren Betreuung zur Verfügung steht.

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