Zinsen könnten noch weiter sinken

Trotz Niedrigzinsen Anleihen sind ein wirksamer Diversifikator

Wegen der niedrigen Zinsen sind festverzinsliche Wertpapiere für viele Investoren uninteressant geworden. Es gibt jedoch auch heute am Anleihenmarkt Segmente, die Rendite versprechen. Außerdem mindert die Diversifizierung das Risiko.

Seit Jahren verharren die Zinssätze auf einem niedrigen Niveau. Insofern ist es verständlich, dass viele Investoren sich nicht mehr mit niedrigen Zinserträgen zufriedengeben wollen und nach renditeträchtigeren Alternativen Ausschau halten. Nach Ansicht einiger Finanzexperten sollten Anleger Anleihen dennoch nicht vollständig aus dem Depot verbannen, denn ein breit aufgestelltes Portfolio minimiert das Risiko.

Gründe, warum auch in Zeiten niedriger Zinsen Anleihen ins Depot gehören:

  • Investoren, die ihre Anlagestrategie ausschließlich an der Höhe der zu erwartenden Rendite ausrichten, gehen ein hohes Verlustrisiko ein.
  • Um das Risiko der Anlage zu begrenzen, sollten Sie auf Diversifizierung achten. Ein breit aufgestelltes Portfolio bietet mehr Sicherheit.
  • Nach Meinung von Fachleuten gibt es Unternehmensanleihen, die attraktive Chancen bieten und den Vergleich mit dem Aktienmarkt nicht zu scheuen brauchen.

Zinsen könnten noch weiter sinken

Noch ist nicht abzusehen, dass die Zinsen in naher Zukunft steigen werden. Viele Experten gehen sogar davon aus, dass das Zinsniveau weiter in den negativen Bereich vordringen könnte. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben tiefe Spuren hinterlassen. Aus Sorge vor der Zukunft erreichen die Sparguthaben neue Höchstwerte. Ein weiterer kritischer Punkt ist die expansive Geldpolitik.

Immer häufiger ist davon die Rede, dass bei einigen Zentralbanken fertig ausgearbeitete Pläne für die Einführung digitaler Währungen in den Schubladen liegen."

Aktives Management ist das A und O

2017 veröffentlichten Jamil Baz und Josh Davis von der Investmentgesellschaft Pimco eine Studie. Sie verglichen die Performance aktiv verwalteter US-Investmentfonds und börsengehandelter Indexfonds für Anleihen. Es zeigte sich deutlich, dass die durchschnittliche Wertentwicklung der ETFs im Zeitraum von zehn Jahren hinter jener der Mehrzahl der aktiv gemanagten Fonds zurückblieb.

Nach Meinung der Autoren lässt sich das dadurch erklären, dass gut die Hälfte des etwa 100 Billionen US-Dollar umfassenden Anleihenmarktes durch Zentralbanken, Versicherungsgesellschaften und andere nicht auf Maximierung der Rendite orientierte Institutionen bestimmt wird. Professionelle Fondsmanager sind hier im Vorteil, weil sie strukturelle Tendenzen geschickt ausnutzen und spezielle Wertpapiere mit hohen Renditen wie zum Beispiel Hochzinsanleihen oder Anleihen von Schwellenländern handeln können.

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