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Lehrer sind skeptisch Fördern oder behindern Handys?

Fördern oder behindern Handys das Lernen? Diese Frage beschäftigt derzeit Sie als Eltern und führt oft zu kontroversen Ansichten. Während eine Studie leicht verbesserten Lernerfolg bei einem Smartphone-Verbot an den Schulen prognostiziert, raten Fachleute von einer generellen Untersagung ab. Für uns Eltern bleibt die Unsicherheit, wie mit diesen neuen Technologien umzugehen ist.

Viele Erziehungsberechtigte und Pädagogen glauben, dass die Konzentration während des Unterrichts durch Smartphones beeinträchtigt wird, und möchten die Geräte völlig aus dem Klassenraum verbannen. Wie weit sie ihre Ideen realisieren können, liegt daran, an welcher Schule die Lehrer beschäftigt sind. Auf Bundesebene ist das Handy-Problem bislang nur im Freistaat Bayern geregelt, in anderen Bundesländern entscheidet die Schule über die Smartphone-Nutzung.

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Handys führen zu Streitgesprächen im Lehrerzimmer

Sehen Sie dazu einige Zahlen vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien:

  • Demnach besitzen 84 Prozent der zwölfjährigen Schüler bereits Handys.
  • Die älteren Schüler nehmen ihr Smartphone zu 94 Prozent in die Schule mit. 
  • 66 Prozent der Jugendlichen dürfen ihr Handy nicht im Unterricht benutzen. 
  • 18 Prozent aller Schüler sind mit generellem Handyverbot konfrontiert.

Beeinträchtigen Handys den Unterricht?

Wenn es nach einigen Ökonomen der London School of Economics geht, werden Ihre Kinder bald keine Smartphones mehr in die Schule mitnehmen dürfen. Ihrer Ansicht nach führt ein rigoroses Verbot zu verbesserten Lernerfolgen, vor allem bei Schülern mit Leistungsschwächen. Deren Leistungen seien, der Studie folgend, um gut sechs Prozent gestiegen. Der Leistungszuwachs könnte sonst nur mit fünf zusätzlichen Schultagen erreicht werden, oder anders ausgedrückt: Handys stehlen, wenn sie erlaubt sind, Lehrzeit. Ein generelles Handy-Verbot führt insbesondere bei leistungsschwachen Schülern zu erheblichen Verbesserungen, denn diese Jugendlichen zeigen sich enorm anfällig für Ablenkungen. 

Handys gehören zur modernen Lebensrealität einfach dazu.

Skeptische Experten

Die britischen Forscher sehen in einem Verbot einen einfachen Weg, um den Lernerfolg im Klassenzimmer auf gleiches Niveau anzuheben. Sie treffen damit auf kritische Fachleute, die an die fortschreitende Verbreitung von Smartphones auch im Schulbereich glauben.

Deren Ansicht nach sollten Schüler die technischen Möglichkeiten von Handys, wie Erwachsene bei der Arbeit, beim Unterricht einsetzen. Anfang des Jahres gab die Bildungsmesse Didacta in Hannover Anregungen und stellte die Vorteile der Neuen Medien für Schulorganisation und Unterricht heraus.

Prävention statt Verbot

Lernen mit Handys könnte den Schulalltag auch für Ihre Kinder erleichtern, digitale Inhalte auf Apps machen Schulbücher zunehmend überflüssig. Dazu müssten die Schulen zunächst von einem Smartphone-Verbot absehen und die Geräte in den täglichen Unterricht einbinden. Die Neuen Medien sind im Alltag in nahezu alle Bereiche vorgestoßen, nur die Schule wird derzeit ausgelassen. Ihre Kinder haben, den Befürwortern folgend, ein Recht auf Aufklärung. Daher müssen Sie als Eltern ebenso aktiv werden wie die Lehrer, und Ihre Kinder im Umgang mit Handys gleichermaßen vertraut machen wie mit den Tücken der Neuen Medien.

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