Algorithmen treffen auf der Grundlage von Kundenprofilen Anlageentscheidungen

Digitalisierung erobert die Welt Hat die Finanzbranche die eigenen Kunden verloren?

Die Spreu trennt sich derzeit vom Weizen: Setzen FinTechs mit innovativen Technologien neue Maßstäbe in der Finanzbranche, verliert ein Großteil der etablierten Anbieter mit Methoden aus dem letzten Jahrtausend zunehmend an Kundenakzeptanz.

Algorithmen treffen auf der Grundlage von Kundenprofilen Anlageentscheidungen und setzen diese automatisch in Sekundenbruchteilen um, und das 24 Stunden täglich - das ist keine Zukunftsmusik, das ist längst Realität. Auf der anderen Seite müht sich der Bank- oder Vermögensberater mit dem seit Jahrzehnten üblichen Werbegeschenk, Kunden für ihre Treue zu belohnen und zu neuen Geschäften zu motivieren. Digital transformierte Kunden stellen die Finanzbranche vor eine enorme Herausforderung, die sehr unterschiedlich angenommen wird.

Autorenbox (bitte nicht verändern)

Kunden 4.0: Welche Finanzdienstleister haben die Zeichen der digitalen Zeit erkannt?

Natürlich gibt es sie auch heute noch, die typisch analogen Kunden, die ihren Überweisungsbeleg abgeben oder zumindest ein SB-Terminal in der Bank nutzen und ansonsten ganz persönliche beraten werden wollen. Sie werden jedoch immer weniger und stehen einer wachsenden Kundengruppe gegenüber, die sich im Internet informiert und einen Großteil der notwendigen Transaktionen online abwickelt. Und dann gibt es die techaffinen Kunden, die die emotionsfreien Entscheidungen eines Robo Advisors, der rund um die Uhr gegen kleines Geld für sie Geld anlegt, vorziehen. 

Derzeit gehen die Intentionen der Finanzkunden weit auseinander, was es der Branche umso schwerer macht, sich auf die gravierenden Veränderungen einzustellen. Dazu kommen weitere Probleme, wie beispielsweise der unzureichende rechtliche Rahmen für die digitalisierten Finanzgeschäfte, der enorme Qualifizierungsbedarf, der einer starken Fluktuation im Beraterbereich gegenübersteht, aber auch die Regulierungsbestrebungen von Seiten der Aufsichtsbehörden. Die Branche steht vor einem Umbruch - allerdings ist die Marschrichtung augenscheinlich noch nicht so recht klar.

Das Potenzial, das die Digitalisierung in der Finanzwelt eröffnet, scheint noch nicht greifbar, noch nicht vorstellbar." 

Persönliche Beratung vs. Automatisierung: Wohin wird die digitale Reise gehen?

Das Potenzial, das die Digitalisierung in der Finanzwelt eröffnet, scheint noch nicht greifbar, noch nicht vorstellbar. Wie sonst lässt sich erklären, dass die traditionellen Filialbanken an ihren über Jahrzehnte entwickelten Papierformularen und Kundenbindungssystemen festhalten? Natürlich gibt es die gesetzlichen Beratungsvorschriften, die eine permanente Aktualisierung des Kundenprofils vorschreiben, sollte darauf doch letztendlich die Produktauswahl beruhen. 

Allerdings können diese Prozesse längst automatisiert ablaufen, wie die Online-Riesen Amazon oder Google mit der gezielten Platzierung von Werbeanzeigen permanent vormachen. Die Berater wiederum müssen sich mit informierten Kunden auseinandersetzen, die im persönlichen Gespräch einen echten Mehrwert erwarten. Die Anforderungen steigen - und das sowohl in fachlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die Kosten, die zunehmend hinterfragt werden. Banken und Finanzdienstleister müssen hier im Vergleich zu den digitalen Alternativen eindeutige Vorteile bieten, wollen sie sich behaupten.

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