Aktienerträge bestehen bekanntlich aus zwei Komponenten: Dividenden und Kursgewinnen

DAX-Unternehmen mit Rekordjahr Reichlich Dividenden

Aktienerträge bestehen bekanntlich aus zwei Komponenten: Dividenden und Kursgewinnen. So gesehen können sich Aktionäre über das Jahr 2017 nicht beschweren. Die Kurse der DAX-Aktien stiegen im Jahresverlauf im Schnitt um gut acht Prozent und bei den Dividenden war 2017 geradezu eine Rekordjahr.

Zwar haben noch nicht alle DAX-Konzerne ihre endgültigen Ergebnisse für 2017 vorgelegt, aber erfahrene Analysten gehen davon aus, dass die Ausschüttungen mit 36,5 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreichen werden. Damit würden die ohnehin schon sehr optimistischen Prognosen noch weiter übertroffen.

Sprudelnde Unternehmensgewinne füllen Dividendentöpfe 

Einige DAX-Unternehmen haben bei den Dividenden nochmals zugelegt. So wollen Daimler und VW mehr als ursprünglich erwartet ausschütten - allen Diskussionen und Skandalen um Diesel-Fahrzeuge zum Trotz. Auch die Gesundheitswerte Fresenius und Fresenius Medical Care, Infineon, SAP und Deutsche Post haben höhere Dividenden als für 2016 in Aussicht gestellt. RWE und der Gaskonzern Linde sehen sogar Sonderausschüttungen vor.

Einmal mehr leer gehen dagegen Bank-Aktionäre aus. Die Commerzbank wird gar nichts ausschütten und die Deutsche Bank plant, ihre ohnehin bescheidene Dividende zu kürzen. Von den Banken abgesehen ist 2017 aber ein rosiges Dividendenjahr. 

Der Dividendensegen hat einen Grund - die gute Konjunktur. Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit 2,2 Prozent so stark gewachsen wie seit 2011 nicht mehr. Auch in den USA und in Asien lief die Konjunktur rund und unsere europäischen Nachbarn sind nach einer langen Phase der Stagnation 2017 ebenfalls auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das hat die Unternehmensgewinne sprudeln lassen - und damit auch die "Töpfe", aus denen Ausschüttungen finanziert werden. 

Kommt es noch besser? 

Wenn alles gut geht, könnten 2018 und 2019 die Rekord-Dividenden sogar noch "getoppt" werden. Denn der IWF erwartet für beide Jahre jeweils ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,9 Prozent. Damit bestehen beste Aussichten auf weiterhin steigende Unternehmensgewinne. 

Der Dividendensegen hat einen Grund - die gute Konjunktur."

Ob es wirklich so kommt, wird erst die Zukunft zeigen. Es gibt immer wieder unvorhergesehene Ereignisse, die einen Strich durch die schöne Rechnung machen können. Das zeigt die aktuelle Auseinandersetzung um Strafzölle und einen drohenden internationalen Handelskrieg. 

Mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von drei Prozent bringen DAX-Aktien alleine mit der Ausschüttungs-Komponente derzeit mehr "Verzinsung" als Anleihen. Dennoch sind beide Anlageformen nicht vergleichbar, weil sie unterschiedliche Rendite-Risiko-Profile besitzen.

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