Aktien für langfristigen Vermögensaufbau nutzen

2018 könnte rumpelig werden Technische Analyse zeigt Gefahren auf

Manche schwören auf sie, andere sehen darin wenig Sinn - die technische Analyse ist umstritten. Dennoch machen viele Börsenakteure von ihr Gebrauch. Folgt man ihnen, ist 2018 mit einer Abschwächung des Kurstrends nach oben zu rechnen. Dafür gibt es nicht nur technische Gründe.

Das Credo der technischen Analyse besteht darin, dass bei Kursverläufen im Zeitablauf wiederholende Muster existieren. Wenn man solche Muster am Markt identifiziert, lassen sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Prognosen erstellen. Nach dieser "Philosophie" deuten die Charts der wichtigsten Aktienindizes auf eine Abschwächung des Hausse-Trends hin, der in den letzten beiden Jahren zu beobachten war.

Das gilt im Hinblick auf den S&P 500 ebenso wie für DAX und Eurostoxx, in modifizierter Form auch für den Nikkei-Index.

Was eine weitere Kursrallye bremst 

Man muss aber nicht nur auf Kurs- oder Indexverläufe schauen, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass das Börsenjahr 2018 schwieriger wird. Der S&P 500 befindet sich bereits seit 2009 in einem nahezu ununterbrochenen Aufwärtstrend.

In den letzten Wochen wurden immer neue Rekordstände erzielt - trotz der Tatsache, dass die US-Konjunktur zwar stabil ist, aber häufiger auch mit durchwachsenen Daten auffällt. Weitere Zinserhöhungen durch die Fed und eine insgesamt restriktivere Geldpolitik könnten kursdämpfend wirken. Schließlich spricht auch das bereits erreichte hohe Kursniveau mit stark überdurchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnissen gegen eine ungebremste weitere US-Kursrallye.

Ob die jetzt doch in greifbare Nähe gerückte Trump'sche Steuerreform daran etwas ändert, bleibt abzuwarten. 

Folgt man der technischen Analyse, ist 2018 mit einer Abschwächung des Kurstrends nach oben zu rechnen." 

Aber auch in Europa wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Der DAX zeigte sich schon in den letzten Wochen "verkühlt". Der starke Euro verhinderte neue Index-Rekorde, obwohl die Wirtschaftsdaten aus dem Euro-Raum so gut sind wie lange nicht.

Die politischen Irritationen um eine neue Bundesregierung haben bisher wenig Spuren hinterlassen. Im nächsten Jahr dürfte aber die Diskussion um den EZB-Kurs wieder aufleben. Aussichten auf steigende Zinsen und ein Ende der Anleihekäufe könnten die Börse bremsen. 

Hoffnungen auf schnellen Gewinn herunterschrauben

Wer auf steigende Aktienkurse in naher Zukunft setzt, sollte daher keine übertriebenen Hoffnungen in das Börsenjahr 2018 setzen.

Anders sieht es aus, wenn Sie Aktien für langfristigen Vermögensaufbau nutzen. Dann können Sie der weiteren Entwicklung recht gelassen entgegensehen.

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