Baurecht muss einfacher und einheitlicher werden

Zuviele Auflagen Baurecht muss entschlackt werden

Knappes Angebot und hohe Nachfrage sorgen in vielen deutschen Städten für steigende Mieten und Immobilienpreise. Aber auch das komplizierte Baurecht trägt wesentlich dazu bei, dass das Bauen immer teurer wird.

Familien, die in einer deutschen Großstadt eine bezahlbare Wohnung suchen oder ihren Traum vom eigenen Heim verwirklichen möchten, haben ein Problem. Steht ein Besichtigungstermin für eine Mietwohnung an, reihen sich oft Dutzende Bewerber in die Warteschlange ein. Und selbst für diejenigen, die selbst bauen wollen, wird es immer schwieriger. Knappes Bauland und steigende Kosten machen Bauherren die Verwirklichung ihres Traums zunehmend schwerer. Die Bundesregierung fordert die Länder, Kommunen und die Interessenverbände zu einer konzertierten Aktion auf.

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Erste Maßnahmen wurden bereits beschlossen oder sind auf den Weg gebracht:

  • Zahlung von Baukindergeld
  • Bund stellt mehr Bauland zur Verfügung
  • Wohngeld wird ab 2020 erhöht
  • Steueranreize für den Bau von Mietwohnungen

Baurecht muss einfacher und einheitlicher werden

In einem wesentlichen Punkt fehlt es jedoch an konkreten Vorschlägen. Seit Jahren gibt es Forderungen, das Baurecht zu entschlacken und die Vorschriften in den Bundesländern anzugleichen. Wer nach einem exemplarischen Beispiel für deutsche Gründlichkeit sucht, sollte sich in die Bauvorschriften vertiefen. In Deutschland ist jedes Detail penibel geregelt: Treppenbreite, Zahl der Auto- oder Fahrradstellplätze, Rettungswege oder sogar der Abstand zwischen Regenrohr und Boden müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, damit ein Bauantrag genehmigt wird. Weil die Vorschriften so kompliziert sind und es in den Verwaltungen an Fachpersonal fehlt, dauert es oft Monate, bis über einen Bauantrag entschieden wird. Hinzu kommt, dass es immer wieder Konflikte zwischen den 16 Landesbauverordnungen und den nationalen und kommunalen Bauvorschriften gibt.

Seit Jahren gibt es Forderungen, das Baurecht zu entschlacken."

Verschärfte Vorschriften treiben die Baukosten in die Höhe

Die gesetzlichen Vorschriften belasten die Bauherren und Mieter auch finanziell. Das Kölner Institut für Wirtschaft hat analysiert, dass die Baukosten für eine 100 Quadratmeter große Wohnung innerhalb von 10 Jahren um 50.000 Euro angestiegen sind.  Bei diesen Berechnungen wurden steigende Grundstückpreise und Lohnkostensteigerungen nicht berücksichtigt. 

Verursacht werden die vom IW errechneten Kostensteigerungen  beim Bau von Wohnraum durch verschärfte Auflagen wie zum Beispiel im Bereich der Wärme- und Schalldämmung. Aber auch die Forderungen nach Tiefgaragenplätzen, Einbau von Aufzügen und Zugängen für Rollstuhlfahrer wirken kostentreibend.

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