Während der innere Wert ein realer Wert ist, repräsentiert der Zeitwert die an den Optionsschein geknüpfte Gewinnerwartung

Serie Finanzwissen: Finanzwissen Optionsscheine Der innere Wert und der Zeitwert

Bei Optionsscheinen wird zwischen dem inneren Wert und dem Zeitwert des Wertpapiers unterschieden. Während der innere Wert ein realer Wert ist, repräsentiert der Zeitwert die an den Optionsschein geknüpfte Gewinnerwartung.

Bei der Preisbildung von Optionsscheinen sind zwei Komponenten zu berücksichtigen: der innere Wert und der Zeitwert des Wertpapiers. Der innere Wert ist ein rechnerisch bestimmbarer Wert, der an die Kursentwicklung des Basiswertes gekoppelt ist. Der Preis eines Optionsscheines ist jedoch höher als dieser innere Wert, weil der Käufer für die Renditeerwartung, die der Optionsschein bietet, einen Aufschlag zu zahlen hat.

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Der innere Wert von Optionsscheinen

Übt der Inhaber eines Optionsscheins das damit verbriefte Recht aus, wechseln heute in den seltensten Fällen physische Werte (Akten, Anleihen, Währungen, Rohstoffe) den Besitzer. Wesentlich einfacher lassen sich solche Geschäfte mithilfe eines Barausgleichs realisieren. Um dessen Höhe zu berechnen, wird der innere Wert des Optionsscheins mithilfe folgender Formel ermittelt:

Innerer Wert = Bezugsverhältnis x (aktueller Kurs des Basiswertes - Basiswert)  

Das heißt, der innere Wert entspricht dem Barausgleich, den Sie bei Ausübung des Optionsscheines zu diesem Zeitpunkt bekommen würden. 

Beispiel: Sie haben zehn Call-Optionsscheine erworben, die Sie innerhalb der Laufzeit zum Kauf einer Aktie der xy-AG zu einem Kurs von 70 Euro berechtigen. Der aktuelle Kurs der xy-Aktien beträgt 75 Euro, und Sie entschließen sich zur Ausübung Ihres Rechts. Dann würden Sie anstelle der Aktie  pro Optionsschein folgenden Barausgleich erhalten:

1:10 x (75 Euro - 70 Euro) = 0,50 Euro 

Im Zusammenhang mit dem inneren Wert eines Optionsscheines tauchen in der Praxis drei Begriffe auf:

  • "im Geld" oder "in the money"
  • "aus dem Geld" oder "out of the money"
  • "am Geld" oder "at the money"

Ein Optionsschein ist "im Geld", wenn er einen inneren Wert besitzt. Bei einem Call ist das der Fall, wenn der aktuelle Kurs höher als der Basiswert des Optionsscheins ist. 

Bei der Preisbildung von Optionsscheinen sind zwei Komponenten zu berücksichtigen: der innere Wert und der Zeitwert des Wertpapiers." 

Ein Put ist "im Geld", wenn der aktuelle Kurs unterhalb des Basiswertes steht. Im umgekehrten Fall (Put: aktueller Kurs > Basiswert, Call: aktueller Kurs < Basiswert) hat der Optionsschein keinen inneren Wert mehr: Er ist "aus dem Geld". Solange aktueller Kurs und Basiswert identisch sind (der innere Wert = 0), wird von einem Optionsschein "am Geld" gesprochen. 

Zeitwert von Optionsscheinen

Der Zeitwert entspricht der Differenz aus Optionsscheinkurs und innerem Wert. Die Höhe des Zeitwertes wird durch die Restlaufzeit und die Volatilität des Basiswertes bestimmt. Je höher Volatilität und Restlaufzeit sind, desto höher ist der Zeitwert. Die Zeit arbeitet also gegen den Inhaber von Optionsscheinen.

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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