Vor wenigen Tagen erreichten Bitcoins ihren bisherigen Höchststand

Wahnwitziger Anstieg Ein Bitcoin ist mehr wert als eine Unze Gold

Bitcoins sind inzwischen vielen ein Begriff. Bei Ethereum, Ripple XRP, Aragon, Augur, Golem oder Gnosis müssen dagegen die meisten Menschen passen. Dabei handelt es sich um weitere Digitalwährungen. Bitcoins & Co. erleben derzeit einen spektakulären Kurs-Hype, der alle Zeichen einer Blasenbildung trägt.

Vor wenigen Tagen erreichten Bitcoins ihren bisherigen Höchststand. Mit einer Notierung von 2650 Dollar für einen Bitcoin war die virtuelle Währung mehr wert als eine Feinunze Gold auf ihrem historischen Höchststand von 1909 Dollar. Dies scheint wenig begreiflich, hat man doch bei einem Bitcoin letztlich nichts anderes in der Hand als einen verschlüsselten Datensatz. Im Unterschied zum Gold fehlt dem Krypto-Geld jede physische Substanz. Es gibt auch keine Verbriefungen wie bei Wertpapieren und keine dokumentierten Rechte und Pflichten. Keine Zentralbank steuert die Geldmenge.

Autorenbox (bitte nicht verändern)

Was Bitcoins so anziehend macht 

Die Manipulationsfreiheit im Hinblick auf geldpolitische Maßnahmen ist ein Merkmal, das manche Bitcoin-Akteure anzieht. Seit viele Notenbanken ihre Währungen mit Niedrigzinsen und Geldmengen-Aufblähungen künstlich verbilligen und "weich" machen, ist die Sehnsucht nach Geld ohne solche Einflüsse größer geworden. Hinzu kommt, dass die Akzeptanz von Bitcoins inzwischen deutlich gestiegen ist. Börsen, auf denen das Krypto-Geld gehandelt wird, gibt es schon lange. Und weltweit wächst die Zahl der Akzeptanzstellen ständig. Erst kürzlich hat Japan Bitcoins sogar zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt, was die deutlichen Kurssprünge nach oben in den letzten Wochen mit erklärt. 

Als das virtuelle Geld 2008 das Licht der Welt erblickte, hätte wohl kaum jemand diese Entwicklung für möglich gehalten. In den ersten Jahren waren Bitcoins nur etwas für eine kleine Insider-Gemeinde und führten geradezu ein Schattendasein. Einen ersten Kurs-Hype gab es bereits im Jahre 2013. Die damaligen Höchstkurse von deutlich über 1000 Dollar muten heute geradezu bescheiden an. Und danach ging es längere Zeit wieder ein gutes Stück abwärts. Seit März dieses Jahres hat sich die Lage dramatisch verändert. Der Kurs ist binnen weniger Wochen um 180 Prozent gestiegen. 

Erst kürzlich hat Japan Bitcoins sogar zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt."

Nichts für Anleger mit Vermögenszielen 

Dennoch scheint Vorsicht angebracht. Trotz der wachsenden Verbreitung sind heftige Kursrückschläge bei diesem "substanzlosen" Gut nicht ausgeschlossen. Die Erfahrungen heftiger Kursschwankungen aus der Vergangenheit sollten eine Warnung sein. Das gilt noch mehr für die anderen Krypto-Währungen. Hier sind die Märkte noch kleiner, die Marktteilnehmer noch überschaubarer und die Nutzer noch spezieller. Die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Ereignisse die Kurse stark nach unten oder oben beeinflussen, ist entsprechend hoch. Krypto-Währungen sind und bleiben ein Spekulationsobjekt mit allen Chancen und Risiken. Als Anlageobjekt für Vermögensaufbau erscheinen sie einstweilen ungeeignet.

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