Lange kamen aus dem Euro-Raum nur negative Wirtschaftsnachrichten

Optimistischer Beginn 2018 Euro-Industrie im Aufwind

Lange kamen aus dem Euro-Raum nur negative Wirtschaftsnachrichten. Der Jahresauftakt 2018 sieht ganz anders aus. Die europäische Wirtschaft startet in bester Stimmung in das neue Jahr.

So viel Rückenwind gab es für die Euro-Industrie seit 20 Jahren nicht. Der vielbeachtete Einkaufsmanager-Index des Markit-Instituts hat im Dezember einen Rekordwert erreicht. Er kletterte um 0,5 Punkte auf einen Indexwert von 60,6. Die Einschätzungen der Einkaufsmanager gelten als ein wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung. Sie spiegeln oft die Wirtschaftslage wider, noch ehe sie sich in realen Zahlen zeigt.

Auch Investitionsgüter florieren 

Geht man danach, darf man für das gerade begonnene Jahr in der Euro-Zone sehr optimistisch sein. In den Index fließen Beurteilungen zu verschiedenen Größen ein, darunter zum Auftragseingang, zur Einkaufsmenge und zur Beschäftigung. Demzufolge sind zuletzt noch mehr Aufträge eingegangen als ohnehin schon. Die Einkaufsmengen haben wegen des großen Produktionsbedarfs einen Höchststand erreicht. Und die Beschäftigung hat ebenfalls rekordverdächtig zugenommen. Insgesamt ergibt das ein rundes Bild. 

Die bis dato verschleppte Regierungsbildung hat der Hochstimmung nichts anhaben können."

Besonders erfreulich dabei: auch im Investitionsgüterbereich floriert das Geschäft. Anlagen- und Maschinenbauer expandieren wie selten zuvor. Mangelnde Investitionen waren in der Vergangenheit ein Grund, warum die Wirtschaft in der Euro-Zone nicht vom Fleck kam. Das scheint sich jetzt geändert zu haben. Mehr Investitionen legen den Grundstein für künftige Gewinne und weiteres Wachstum. Insofern könnte tatsächlich eine Trendwende gelungen sein. 

Gute Stimmung stärkt den Euro 

Für Deutschland weist der Einkaufsmanager-Index ebenfalls äußerst positive Werte aus. Hier stieg der Index im Dezember um 0,8 Punkte auf einen neuen Wert von 63,3 - wiederum eine Bestmarke. Die bis dato verschleppte Regierungsbildung in der Bundesrepublik hat der Hochstimmung offensichtlich nichts anhaben können. Und angesichts dieser guten Nachrichten zeigt sich der Euro trotz fortgesetzter Geldschwemme und Niedrigzinspolitik gegenüber dem US-Dollar fester. Der Kurs ist in den letzten Tagen auf über 1,20 Dollar für einen Euro gestiegen.

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