Das Ende des Immobilienbooms soll bevorstehen

Ist der Preisboom zu Ende? "Finger weg" von Immobilieninvestments

Die mahnenden Stimmen werden immer zahlreicher: Das Ende des Immobilienbooms soll bevorstehen. Einerseits ist dies der steigenden Zahl von Neubauten, andererseits den steigenden Zinsen geschuldet.

Von zu erwartenden Preiskorrekturen im Bereich von 25 bis 30 Prozent ist die Rede, die insbesondere für Immobilien in Ballungsgebieten drohen. Immobilien als Kapitalanlage sollten daher künftig mit Vorsicht betrachtet werden. Ähnlich fallen auch die Prognosen im Rahmen des jährlich erscheinenden Gutachtens der Immobilienweisen aus.

Verstärkter Neubau soll Preisübertreibungen beenden

Die verstärkte Bautätigkeit zeigt Erfolge, beispielsweise werden im laufenden Jahr rund 18.700 Wohneinheiten fertiggestellt. Im Vergleich zu den 8.700 Wohnungen im Jahr 2014 und 13.700 Wohnungen im Jahr 2016 steigt die Zahl also weiter. Das Gutachten geht davon aus, dass sich Angebot und Nachfrage auch in den Metropolen demnächst die Waage halten dürften. Steigt der Leerstand wieder an, drückt dies naturgemäß die Preise nach unten. 

Nicht zu vergessen ist nämlich die Tatsache, dass die Bevölkerung der Großstädte in erster Linie wegen des Zuzugs von Berufsanfängern und Studenten wächst. Diese können jedoch die oftmals hohen Neubau-Mieten gar nicht bezahlen. Im Gegenzug verlassen nämlich die besser verdienenden Menschen zur Familiengründung gerne die großen Städte und ziehen in den sogenannten Speckgürtel. Dort sind für günstigere Mieten größere und komfortablere Wohnungen und Häuser zu erhalten.

Mieten steigen nicht mehr

In der Folge dürften auch die Mieten nicht mehr steigen, was insbesondere Investoren zur Neukalkulation zwingt: Die Mieteinnahmen decken teilweise nur die Zinsbelastung, so dass regelmäßig Kapital nachgeschossen werden muss. Diese riskanten Geschäfte kamen nur zustande, weil die Käufer von weiter steigenden Mieten und damit einer sich verbessernden Ertragssituation ausgegangen sind. Diese Annahme dürfte sich angesichts der gestiegenen Neubautätigkeit als trügerisch erweisen und den Übertreibungen auf dem Immobilienmarkt ein Ende setzen.

Das Ende des Immobilienbooms soll bevorstehen."

Ein weiterer Grund ist in den steigenden Bauzinsen zu suchen: Für zehnjährige Hypotheken sind aktuell durchschnittlich 1,53 Prozent jährlich aufzubringen. Das ist immer noch niedrig, allerdings fußt der Trend überhöhter Preise allein auf den extremen Niedrigzinsen. Da weitere Zinsanstiege zu erwarten sind, rücken auch andere Anlageklassen wieder in den Fokus der Investoren - und Immobilien weiter ins Aus.

Kontakt zu mir

Hallo!
Schön, dass Sie mich kennenlernen möchten.