Frauen legen mehr Wert auf Sicherheit bei Geldanlagen

Umfragen bestätigen Frauen sparen anders

Gibt es bei Geldanlagen Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Die Antwort lautet "Ja", folgt man zwei Umfragen von Comdirect und JP Morgan Asset Management. Danach sparen und investieren Frauen anders als Männer und sind dabei leider nicht sehr geschickt.

Laut Comdirect-Studie legen Frauen im Schnitt 95 Euro im Monat zurück, Männer 125 Euro. Um gleich dem gängigen Klischee von der weiblichen Ausgabeneigung entgegenzuwirken, liegt die geringere Ersparnis nicht am fehlenden Willen, sondern am "Können". Da Frauen durchschnittlich weniger verdienen als Männer, können sie auch weniger zurücklegen. Die Sparquoten - die prozentualen Sparanteile am Einkommen - sind bei beiden Geschlechtern nahezu gleich.

Sicherheit ist Trumpf 

Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Frauen legen mehr Wert auf Sicherheit bei Geldanlagen als Männer. So gaben in der JP Morgan-Umfrage 54 Prozent der befragten Frauen an, ihnen sei Kapitalerhalt beim Sparen wichtiger als Kapitalvermehrung. Das sagten nur 43 Prozent der Männer. Entsprechend waren nur 8 Prozent der Teilnehmerinnen bereit, Wertschwankungen in Kauf zu nehmen, wenn die Renditeaussicht bei 4 bis 5 Prozent lag. Männer zeigten sich wesentlich risikofreudiger, hier waren doppelt so viele geneigt, für mehr Rendite das Risiko von Wertschwankungen einzugehen. 

Dementsprechend investieren Frauen deutlich häufiger in verzinsliche Geldanlagen, Wertpapiere besitzt nur jede Achte. Bei Männern ist es jeder Vierte. Unterschiede gibt es auch beim Anlagehorizont. Männer investieren tendenziell langfristiger als Frauen. Jeder fünfte Befragte berücksichtigte bei Investments eine Mindestanlagedauer von acht Jahren, um von Zinseszinseffekten zu profitieren; bei den Teilnehmerinnen traf das nur auf jede Siebte zu. 

Männer investieren tendenziell langfristiger als Frauen." 

Leider suboptimale Ergebnisse 

Sicherheit ist ein hohes Gut; die einseitige Fokussierung darauf führt aber in der derzeitigen Niedrigzinsphase zu suboptimalen Ergebnissen bei der Vermögensbildung. 

Nur wer bereit ist, in begrenztem Umfang "kalkulierte" Risiken - zum Beispiel durch Kauf von Aktien-Fonds - einzugehen, besitzt Chancen auf nachhaltige Vermögensmehrung.

Frauen haben mit ihrer starken Sicherheitsorientierung dabei leider eher das Nachsehen.

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