Rasanter Start 2018

Nun steigt er wieder Gefährdet der Ölpreis die Weltkonjunktur?

Entgegen vieler Prognosen startet das Jahr 2018 mit einem Ölpreis um 68 US-Dollar je Barrel. Unken die einen nun schon, dass die Weltkonjunktur in Bedrängnis geraten könnte, bleiben die anderen bei ihren Prognosen.

Mit einem Preisanstieg von rund zwei Prozent seit Dezember legte Öl einen rasanten Start 2018 hin. Im Vergleich zu den aktuellen 68 US-Dollar je Fass Brent-Öl nahmen sich die 44 US-Dollar je Barrel im vergangenen Juni bescheiden aus. Allerdings kostete Brent Anfang 2014 noch 111 US-Dollar je Fass - die Bandbreite beim Ölpreis ist also enorm.

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Fallende Ölpreise prognostiziert: Irren sich die Experten?

Wie eine Befragung von 25 Banken, Versicherern und Fondsgesellschaften ergab, gehen die Analysten von einem durchschnittlichen Ölpreis von 59 US-Dollar für 2018 aus. Dazu wäre jedoch eine kräftige Korrektur notwendig - und daran halten einige der Experten auch fest. Die Ursachen für die aktuelle Preisentwicklung wären demnach in den Produktionsunterbrechungen in der Nordsee und in Libyen sowie den Unruhen im Iran, die bislang keine Ausfälle verursacht haben, ebenso zu finden wie in der kältebedingt verstärkten Nachfrage in den USA. 

Bislang haben sich die Märkte nur wenig von geopolitischen Risiken beeindrucken lassen, im Gegensatz dazu beeinflussten Produktionsausfälle durchaus den Preis. Denen steht jedoch eine sukzessive wachsende Ölproduktion in den USA gegenüber, die insbesondere von den höheren Preisen profitiert: Die durchgeführten Wartungs- und Optimierungsarbeiten lassen so die Gewinne sprudeln. 

Rund 60 US-Dollar für das Fass könnten daher realistisch und für die Wirtschaft zu verkraften sein."

So gehen die Erwartungen der Analysten auch unter Berücksichtigung der Situation im Iran weit auseinander: Die niedrigsten Werte liegen bei 50 bis 52 US-Dollar je Barrel, was einen Einbruch um rund ein Viertel bedeuten würde. 

Auf der andere Seite markieren 65 US-Dollar den höchsten erwarteten Durchschnittspreis für 2018. Im Mittelfeld liegt die Commerzbank, die vor allem die Macht der OPEC angesichts der US-amerikanischen Schieferölmacht schwinden sieht. Je mehr die OPEC-Mitglieder ihre Förderung drosseln und Marktanteile preisgeben, desto besser könne die US-Ölindustrie vordringen. 

Nicht zu vergessen ist das globale Überangebot, das zunächst erst einmal abgebaut werden müsste. Rund 60 US-Dollar für das Fass könnten daher realistisch und für die Wirtschaft zu verkraften sein.

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