Öko-Anleihen - Ende des Wachstums nicht in Sicht

Ökologisch nachhaltig Investieren Gemeinsame Standards für Green Bonds

Öko-Anleihen sind ein Finanzinstrument mit Zukunft. Um den Klimawandel aufzuhalten, bedarf es gewaltiger Infrastruktur-Investitionen. Sie lassen sich nur über den Kapitalmarkt finanzieren. Damit das gelingt, braucht man klare Standards für sogenannte "Green Bonds".

Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen, sind nach Schätzung des amerikanischen Vermögensverwalters Blackrock bis 2030 Investitionen in Höhe von 90 Billionen Euro erforderlich. Demgegenüber nimmt sich der Markt für Öko-Anleihen bislang mit einem Volumen von gerade mal 178 Milliarden Euro sehr bescheiden aus. Das ist nicht mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Am weltweiten Anleihe-Bestand erreichen die Green Bonds bisher einen Anteil von 0,2 Prozent.

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Öko-Anleihen - Ende des Wachstums nicht in Sicht

Immerhin wachsen sie rasant. 2012 - vor fünf Jahren - wurden lediglich zwei Milliarden Euro Umwelt-Anleihen neu emittiert. Seither hat sich das Emissionsvolumen jedes Jahr drastisch gesteigert, 2016 waren es bereits 68 Milliarden Euro. Dieses Jahr wird mit einem Volumen von 90 bis 120 Milliarden Euro gerechnet. Und damit dürfte das Ende des Wachstums längst nicht erreicht sein. 

Das Umweltbewusstsein ist allgemein deutlich gestiegen, seit sich die Auswirkungen von Umweltbelastungen und Klimawandel immer klarer zeigen. Viele Anleger berücksichtigen bereits heute bei ihren Investments Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte. Auch für institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherungen werden sie immer wichtiger. Es besteht daher ein Trend in Richtung nachhaltig-ökologischer Anlageformen. 

Früher haftete solchen Investments häufig der schlechte Ruf an, dass damit für den guten Zweck Renditeverzichte in Kauf zu nehmen seien. Von diesem Negativ-Image haben sich nachhaltige Geldanlagen längst befreit. Ökologisches Investieren kann durchaus rentierlich sein, auch wenn es seltener um den schnellen Gewinn geht. Gerade Infrastruktur-Finanzierungen lassen sich relativ gut kalkulieren und bieten oft eine recht stabile und dauerhaft positive Rendite.

Viele Anleger berücksichtigen bereits heute bei ihren Investments Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte."

Was bedeutet "öko" und "nachhaltig"?

Ein Problem bei Öko-Anleihen - wie überhaupt bei nachhaltigen Geldanlagen - ist, dass nicht eindeutig definiert ist, was "öko" und "nachhaltig" ist. Jeder Emittent versteht darunter etwas anderes. So kommt es, dass in diesem Sinne auch recht zweifelhafte Anleihen das Prädikat "ökologisch-nachhaltig" tragen - zum Beispiel Anleihen des französischen Energiekonzerns EDF, der einer der größten Atomstrom-Produzenten ist.

Einheitliche Standards zu Ökologie und Nachhaltigkeit bei Green Bonds würden dazu beitragen, hier die Spreu vom Weizen zu trennen, und den Investoren mehr Sicherheit geben, dass ihre Investments auch tatsächlich Umwelt und Klimaschutz fördern. Für den Markt der Öko-Anleihen würde dies verlässlichere Rahmenbedingungen bedeuten, die das erforderliche Marktwachstum nur unterstützen können. Je größer der Öko-Anleihe-Markt wird, umso dringlicher ist die Festlegung solcher Standards.

Für den Geldanlager oder Investoren kann es aktuell hilfreich sein, sich professionell unterstützen zu lassen. Im Rahmen einer unabhängigen und nachhaltigen Anlageberatung empfiehlt es sich Rat bei einem Ecoanlageberater http://www.ecoanlageberater.de/deutschlandkarte.html oder einem Berater des Netzwerkes Öko-Finanz 21 https://www.oekofinanz-21.de/ einzuholen.

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