Immobilien Investorenvertrauen auf Höchststand
Das Vertrauen globaler Immobilieninvestoren erreicht erstmals seit 2019 wieder ein hohes Niveau.
Das Vertrauen institutioneller Immobilieninvestoren hat spürbar zugelegt. Nach mehreren Jahren der Zurückhaltung blicken viele Marktteilnehmer wieder zuversichtlicher auf die Assetklasse. Laut einer aktuellen Umfrage der Fondsverbände INREV, ANREV und PREA erreichen die Investitionsabsichten für Immobilien den höchsten Stand seit 2019. Damit deutet sich eine neue Phase im globalen Immobilienzyklus an.
Die Umfrage zeigt, dass Investoren weltweit wieder stärker bereit sind, Kapital in Immobilien zu lenken. Die lange Korrekturphase der vergangenen Jahre scheint aus Sicht vieler Marktteilnehmer weitgehend verarbeitet. Preisrückgänge, höhere Finanzierungskosten und Bewertungsanpassungen haben zu einer Neubewertung geführt, auf deren Basis nun neue Entscheidungen getroffen werden.
Rückkehr der Zuversicht nach der Korrektur
Der Stimmungsumschwung kommt nicht überraschend. Nach einer Phase deutlicher Unsicherheit stabilisieren sich viele Teilmärkte. In der Wahrnehmung vieler Investoren hat 2025 eine Bodenbildung stattgefunden. Diese Einschätzung bildet die Grundlage für wieder steigende Allokationsbereitschaft.
Konkret planen weltweit 38 Prozent der befragten Investoren, ihre Immobilieninvestments in den kommenden zwei Jahren auszubauen. Demgegenüber erwarten lediglich 28 Prozent eine Reduktion ihrer Engagements. Der Saldo spricht für eine klare Verschiebung hin zu Wachstum und selektiver Expansion.
Wesentliche Gründe für das gestiegene Vertrauen sind:
- angepasste Bewertungen nach der Marktkorrektur
- größere Planungssicherheit bei Zinsen und Finanzierung
- verbesserte Transparenz über Ertrags- und Risikoprofile
Immobilien werden wieder stärker als langfristiger Baustein betrachtet, nicht als kurzfristiges Risiko.
Wohnimmobilien bleiben bevorzugte Anlageklasse
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Besonders deutlich zeigt sich der Optimismus im Segment der Wohnimmobilien. Sie stehen weiterhin an der Spitze der Investorenpräferenzen – nicht nur in Europa, sondern weltweit.
Der strukturelle Wohnungsmangel in vielen Metropolen, stabile Nachfrage und vergleichsweise verlässliche Cashflows machen Wohnimmobilien aus Investorensicht attraktiv.
Dabei rücken weniger spekulative Konzepte in den Vordergrund. Gefragt sind Bestandsobjekte in guten Lagen, Projekte mit nachhaltiger Ausrichtung und Immobilien, die sich an veränderte Lebens- und Arbeitsmodelle anpassen lassen.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben das Risikobewusstsein geschärft.
Regionale Unterschiede, globaler Trend
Auch wenn das Grundvertrauen steigt, bleiben regionale Unterschiede bestehen. Europäische Investoren zeigen sich besonders interessiert an Wohn- und Logistikimmobilien, während in anderen Regionen ebenfalls Spezialsegmente an Bedeutung gewinnen. Der gemeinsame Nenner ist eine vorsichtig optimistische Grundhaltung.
Die Umfrage von Inrev, Anrev und Prea macht deutlich, dass Immobilieninvestitionen wieder stärker geplant und strategisch vorbereitet werden. Kapital fließt nicht ungerichtet, sondern fokussiert auf Segmente mit nachvollziehbarem Nachfrageprofil und langfristiger Nutzungsperspektive.
Immobilien als Teil strategischer Allokationen
Nach einer Phase der Korrektur und Neuorientierung bereiten viele Marktteilnehmer eine Ausweitung ihrer Engagements vor. Wohnimmobilien stehen dabei weiterhin im Fokus."
Für viele institutionelle Investoren gewinnen Immobilien wieder an Bedeutung innerhalb der Gesamtallokation. Sie werden weniger als zyklischer Renditetreiber verstanden, sondern als stabilisierendes Element im Portfolio. Inflationsschutz, reale Vermögenssubstanz und laufende Erträge bleiben zentrale Argumente.
Gleichzeitig hat sich der Blick auf Risiken verändert. Leerstandsrisiken, regulatorische Anforderungen und ESG-Kriterien spielen eine größere Rolle als noch vor wenigen Jahren. Investoren agieren selektiver und legen größeren Wert auf Qualität und Anpassungsfähigkeit der Objekte.
Typische Merkmale bevorzugter Investments sind:
- langfristige Nutzbarkeit und flexible Konzepte
- stabile Nachfrage aus dem realwirtschaftlichen Umfeld
- realistische Bewertungen und nachhaltige Ertragsannahmen
Fazit
Das Vertrauen globaler Immobilieninvestoren erreicht erstmals seit 2019 wieder ein hohes Niveau. Nach einer Phase der Korrektur und Neuorientierung bereiten viele Marktteilnehmer eine Ausweitung ihrer Engagements vor. Wohnimmobilien stehen dabei weiterhin im Fokus. Immobilien kehren damit als strategischer Baustein in die langfristige Kapitalallokation zurück – vorsichtiger, selektiver und strukturierter als zuvor.
Ich glaube, dass Menschen, die sich ihrer Ziele und Werte bewusst werden, sorgenfreier leben.












