Die Belieferung ist ein Punkt, bei dem Amazon ständig an Verbesserungen arbeitet

Amazon revolutioniert die Zustellung Kurze Lieferzeiten zulasten der Umwelt

E-Commerce hat sich längst zu einer echten Bedrohung für den klassischen stationären Handel entwickelt. Amazon ist einer der Pioniere und gleichzeitig einer der erfolgreichsten Akteure des Internet-Handels weltweit. Seit seiner Gründung im Jahre 1994 steht der Online-Versandhändler aus dem US-amerikanischen Seattle für innovative Angebote und Dienstleistungen aus dem Netz. Ein wichtiger Wettbewerbsfaktor dabei sind die Lieferzeiten.

Tatsächlich ist die Belieferung ein Punkt, bei dem Amazon ständig an Verbesserungen arbeitet. Denn die sofortige Verfügbarkeit der Ware beim Kauf im Geschäft ist nach wie vor ein Vorteil des stationären Handels, den Internet-Versender bisher nicht wirklich knacken konnten. Käufer schätzen es, wenn sie ihren Einkauf unmittelbar nach der Kaufentscheidung in den Händen halten und nutzen können. Deshalb bemüht sich Amazon darum, seine Lieferzeiten zu verkürzen und fast so schnell zu sein wie beim klassischen Einkauf.

Logistik - strategischer Faktor bei E-Commerce 

Aus diesem Grund ist die entsprechende Optimierung und Ausrichtung der eigenen Logistik einer der entscheidenden strategischen Stoßrichtungen des Internet-Riesen. Amazon ist hier immer wieder für Schlagzeilen gut - ob es um den Aufbau einer eigenen Flugzeugflotte für Warentransporte, den Test von Drohnen für Belieferung oder ultra-schnelle Lieferdienste geht. Eines der neuesten Angebote in Deutschland ist der Prime Now-Service, der eine Auslieferung der Bestellung innerhalb von 90 Minuten verspricht. Der Service, der in den USA bereits existiert, soll wohl schon im Mai in Berlin starten. Hamburg und München könnten als nächste Städte folgen. 

Dass Prime Now zunächst in den größten deutschen Metropolen startet ist kein Zufall. Hier gibt es genug Kunden, damit die nötige "kritische Masse" für den schnellen Liefer-Service zustande kommt. Dem Vernehmen nach soll Prime Know zunächst für 10.000 Artikel nutzbar sein. Erfahrungsgemäß dürfte der Dienst beträchtliche Nachfrage auslösen. Das zusätzliche Angebot wird nicht nur positiv gesehen. Umweltschützer fragen nach möglichen negativen Nebenwirkungen für die Umwelt. 

Käufer schätzen es, wenn sie ihren Einkauf unmittelbar nach der Kaufentscheidung in den Händen halten und nutzen können."

Wie umweltkritisch ist Prime Now? 

Zusätzliche Lieferangebote bedeuten tendenziell mehr Verkehr und damit - je nach eingesetzten Verkehrsmitteln - auch mehr umweltschädliche CO2-Emissionen. Noch ist nicht klar, wie Amazon seinen Lieferdienst logistisch umsetzen wird. Es gibt durchaus umweltschonende Optionen - zum Beispiel U-Bahn-Nutzung, Einsatz von Fahrradkurieren oder gar Fußgängern, doch ganz ohne mehr LKW-Transporte wird es wohl nicht gehen. 

Tatsächlich sind die Umwelteffekte des Internet-Handels bisher noch wenig erforscht. Die Analyse ist gar nicht so einfach, da mit einer Vielzahl an Hypothesen und Annahmen gearbeitet werden muss. Amazon trägt auch nicht gerade zur Aufklärung bei. Anders als andere Internet-Konzerne übergeht das Unternehmen bisher bei seiner öffentlichen Berichterstattung das Thema Nachhaltigkeit.

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