Im Wahlprogramm der Christlichen Union spielt das Thema Rente eine Rolle

Wahlprogramm CDU/CSU Neustart bei der staatlich geförderten Altersvorsorge

Im Wahlprogramm der Christlichen Union spielt das Thema Rente eine Rolle. CDU und CSU wollen die staatlich geförderte Altersvorsorge in mehreren Punkten verändern.

Lange hat die Öffentlichkeit warten müssen. Jetzt haben Armin Laschet und Markus Söder - als letzte Vertreter großer deutscher Parteien - das Programm für die am 26.9.2021 stattfindende Bundestagswahl vorgestellt. Eines der Themen, das besonders viele Menschen umtreiben dürfte, ist die Altersvorsorge. Was die Vertreter der Christlichen Union zur Zukunft der Rente zu sagen haben, dürfte nicht nur Arbeitnehmer und Selbstständige, sondern auch Vertreter der Versicherungswirtschaft aufhorchen lassen.

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Die wichtigsten Eckpunkte zum Thema Altersvorsorge im CDU/CSU Wahlprogramm:

  • Alle drei Säulen des deutschen Rentensystems sollen gestärkt werden.
  • Die Planungen der Christlichen Union im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung betreffen vor allem die Selbstständigen. Für diese Gruppe soll es in Zukunft eine Pflicht zur Altersvorsorge geben, falls die Betroffenen nicht bereits anderweitig für ihren Ruhestand vorgesorgt haben.
  • Die betriebliche Altersvorsorge soll für Geringverdiener attraktiver ausgestaltet werden.
  • Bei der privaten Altersvorsorge ist nach Ansicht der Union ein Neustart unabdingbar.
  • Darüber hinaus gibt es Überlegungen, ein kapitalgedecktes System der Altersvorsorge zu etablieren, indem für jedes Neugeborene 4000 Euro angelegt werden.

Selbstständige sollen zur Altersvorsorge verpflichtet werden

Bisher steht es selbstständigen Unternehmern frei, wie sie für ihren Ruhestand vorsorgen. Da immer mehr Menschen aus dieser Gruppe im Alter in die Grundsicherung fallen, sollen nach dem Willen von CDU und CSU auch alle Selbstständigen verpflichtet werden, für das Alter vorzusorgen. Ob sie freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder sich für eine andere Vorsorgeart entscheiden, die insolvenzsicher und zugriffsgeschützt ist, soll Selbstständigen freigestellt werden.

Bei der privaten Altersvorsorge ist nach Ansicht der Union ein Neustart unabdingbar."

Private Vorsorge soll gestärkt werden

In letzter Zeit mehren sich Stimmen, dass die Riester-Rente endgültig gescheitert sei. Nach den Plänen der christlichen Parteien wird es darum im Bereich der privaten Altersvorsorge einen Neustart geben. Ziel muss es sein, diese dritte wichtige Säule des Rentensystems effizienter, transparenter und für die Versicherten attraktiver zu gestalten.

Geplant ist ein Standardvorsorgeprodukt, das für jeden Arbeitnehmer verpflichtend eingeführt werden soll. Wer diese Form der Altersvorsorge nicht in Anspruch nehmen will, muss aktiv widersprechen. Für dieses staatlich organisierte Standardprodukt soll es keine Abschlusskosten geben.

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