Die Renten wurden um mehr als drei Prozent angehoben

Deutsche Rentenversicherung Rentner bekommen mehr Geld

Der 1. Juli war für die rund 21 Millionen deutschen Rentner ein guter Termin. Denn zu diesem Zeitpunkt wurden ihre Renten um mehr als drei Prozent angehoben - um 3,22 Prozent in den alten, um 3,37 Prozent in den neuen Bundesländern. West-Rentner erleben damit - mit Ausnahme von 2016 - die stärkste Rentenanpassung seit etlichen Jahren, bei Ost-Rentnern liegt die Rentenerhöhung ebenfalls über dem langjährigen Schnitt.

Besonders erfreulich dabei: die Renten steigen auch real, denn die Inflation dürfte sich in diesem Jahr lediglich um die zwei Prozent bewegen. Trotz der höheren "Ausschüttungen", die Rentenkassen sind derzeit gut gefüllt und bleiben es vorerst auch. Die Deutsche Rentenversicherung erwartet bis zum Jahresende ein Rücklagenpolster von 34,8 Milliarden Euro. Das wären 1,4 Milliarden Euro mehr als zwölf Monate zuvor. Die hohe Beschäftigung, steigende Löhne und die gute Konjunktur haben das Rentenpolster anschwellen lassen. 

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Rosige Finanzlage der Rentenkasse - kein Dauerzustand

Da fällt es auch vergleichsweise leicht, ein lang gehegtes Ziel Wirklichkeit werden zu lassen. Bis 2024 soll die Rentengleichheit zwischen Ost und West endgültig hergestellt sein. Das schreibt ein Gesetz aus dem vergangenen Jahr explizit so vor. Im Zieljahr liegt die Deutsche Einheit dann mehr als drei Jahrzehnte zurück. Da erscheint die Realisierung der Rentengleichheit mehr als angemessen. Allerdings kann die derzeit rosige Finanzlage nicht darüber hinwegtäuschen, dass erhebliche finanzielle Belastungen zu erwarten sind. Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung sind zwei Faktoren, die "unerbittlich" weiter wirken werden. Sie bringen die Rentenversicherung mittel- bis langfristig massiv unter Druck. 

Die Renten steigen auch real, denn die Inflation dürfte sich in diesem Jahr lediglich um die zwei Prozent bewegen." 

Darüber hinaus werden einige Vorhaben der Großen Koalition zu erheblichen Mehrausgaben führen. Geplante weitere Verbesserungen für ältere Mütter sowie bei Erwerbsminderungsrenten kosten die Rentenversicherung Milliarden Euro. 

Die fordert bereits mehr Steuerzuschüsse, sonst werde das durchschnittliche Rentenniveau schneller sinken als ursprünglich berechnet. 

Und auch die Rücklagen würden bei ausschließlicher "Eigenfinanzierung" dahinschmelzen wie Schnee in der Sonne.

Es wäre daher leichtsinnig, sich (alleine) auf die gesetzliche Rente zu verlassen. Sie gaukelt eine finanzielle Sicherheit vor, die definitiv nicht besteht. Das Verhältnis von Arbeitnehmern zu Rentenbeziehern wird in den nächsten Jahren unausweichlich weiter deutlich absinken. Die eigentlichen Probleme mit der gesetzlichen Rente kommen also erst langsam auf uns und werden in 10 bis 15 Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Wer hier nicht alternativ vorgesorgt hat, wird spätestens in der Ruhestandsphase mächtig in die Bredouille kommen. Eine gewissenhafte Finanzplanung mit regelmäßigen Updates verschafft einen Überblick und hilft dagegen zu steuern.

 

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