Wer sein Erspartes rentabel anlegen will, sollte Aktien kaufen

Wann lernen wir endlich? Schon Beethoven kaufte Aktien

Wer sein Erspartes rentabel anlegen will, sollte Aktien kaufen. Diesen Rat hören wir oft. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon Beethoven war Aktionär.

Dass Ludwig van Beethoven ein genialer Komponist war, ist Schulwissen. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass er als einer der Ersten Aktien der Österreichischen Nationalbank erwarb. Mit dieser Entscheidung hatte der Musiker, der sich sein Leben lang um seine Existenz sorgte, ein glückliches Händchen. Die beachtliche Dividende half ihm, finanzielle Engpässe zu überbrücken. Er vererbte das Aktienpaket und hinterließ ein stattliches Vermögen.

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Der historische Hintergrund:

  • 1816 wurde die Österreichische Nationalbank als Aktiengesellschaft gegründet. Mit diesem Schritt sollte die Papiergeldinflation, die durch die Franzosenkriege hervorgerufen wurde, wieder unter Kontrolle gebracht werden.
  • Nachdem Kaiser Franz I. das Erste Bank-Privilegium ausgestellt hatte und die ersten 1.000 Aktien gezeichnet waren, war die Bank ab 15. Juli 1817 voll handlungsfähig.
  • Die Ausgabe der ersten Aktien erfolgte gegen eine Einlage von 1.000 Gulden Wienerwährung (das war Papiergeld) und 100 Gulden Silbergeld. Auf diese Weise sollte Papiergeld eingezogen und ein werthaltiges Silbergeld Stammkapital aufgebaut werden.  
  • 1819 wurden die Aktien der Österreichischen Nationalbank erstmals an der Wiener Börse gehandelt.
  • 1821 war die Österreichische Nationalbank die erste an der Frankfurter Börse notierte Aktiengesellschaft.

Ludwig van Beethoven als Aktionär

Beethoven erwarb 1819 neun Aktien der Österreichischen Nationalbank. Der Wert dieses Aktienpakets entspricht 80.000 Euro. Mit dieser Anlagesumme lag der Aktionär Beethoven zu dieser Zeit im oberen Mittelfeld . Es heißt, Beethoven hätte das Geld für seine Auftritte während des Wiener Kongresses ausgezahlt bekommen.

Beethoven hoffte, dass der Aktienkauf ihm ein verlässliches Fixeinkommen in Form von Dividenden verschaffen würde."

Dass er sich so frühzeitig für diese moderne Form der Geldanlage entschied, zeugt von Weitsicht. Beethoven hoffte, dass der Aktienkauf eine sichere Investition sei, die ihm ein verlässliches Fixeinkommen in Form von Dividenden und Gewinnausschüttungen verschaffen würde. Da er aus gesundheitlichen Gründen oft längere Zeit nicht auftreten konnte, war er auf diese Weise gut abgesichert.

Das Aktienpaket hielt er bis zum Tode. Sein Neffe Karl, dessen Vormund Beethoven war, erbte den Anspruch auf die Erträge aus dem Aktienpaket. Das Kapital selbst vererbte Beethoven an Karls Kinder. Einige von Beethovens Aktien befinden sich heute in der Wienbibliothek und im Geldmuseum der Nationalbank.

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