Viele der Organisationen haben in ihren Satzungen einen Passus, der ihnen die Investition in riskante Geldanlagen verbietet

Vermehrt Anlage in Aktien Stiftungen kämpfen mit Niedrigzinsen

Niedrigzinsen setzten nicht nur Sparer und Banken unter Druck, auch Stiftungen werden mit schwindenden Einnahmen konfrontiert. Sie benötigen jedoch Gewinne zur Realisierung ihrer Projekte und legen daher zunehmend in Aktien an.

Die insgesamt 21.000 in Deutschland bestehenden Stiftungen investierten ihre Vermögenswerte in der Zeit vor den niedrigen Zinsen überwiegend in als sicher erachtete Staatsanleihen. Seit uns die Europäische Zentralbank anhaltende Niedrigzinsen verordnet hat, sind die Erträge von Anleihen auf Werte unterhalb der Inflation gefallen. Da viele Stiftungen wohltätige Projekte im Fokus haben, ist eine Rendite in gewisser Höhe unverzichtbar. Um diese zu erzielen, gehen viele Verwaltungen mittlerweile höhere Risiken ein, indem Teile der Vermögen in Aktien angelegt werden.

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Gleiche Voraussetzungen

Sie als Sparer werden durch die Niedrigzinsen vor die gleichen Herausforderungen wie viele Stiftungen gestellt. Sie müssen zwar keine gemeinnützigen Aktivitäten finanzieren, aber Ihre private Altersvorsorge und die sollte einen hohen Stellenwert besitzen. Dazu ist der Abschied von klassischen Sparmodellen erforderlich, denn damit wird das im Alter verfügbare Kapital sehr gering ausfallen.

Eine in Frankfurt ansässige Stiftung hat die mit niedrigen Zinsen verbundene Gefahr bereits vor fünf Jahren erkannt. Sie legt seit 2011 ihr etwa eine Milliarde Euro großes Vermögen konsequent in Aktien an und erwirtschaftet damit einen jährlichen Durchschnittsgewinn von sieben Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Rendite sogar bei knapp zehn Prozentpunkten. Damit hat die Stiftung nicht nur ihr Vermögen substanziell erhalten, sondern konnte jedes Jahr beträchtliche Mittel zur Projektrealisierung aufbringen. 

Sie haben Vorteile gegenüber zahlreichen Stiftungen

Viele der Organisationen haben in ihren Satzungen einen Passus, der ihnen die Investition in riskante Geldanlagen verbietet. Sie müssen "mündelsicher" investieren. Der Begriff beschreibt Anlagevarianten, bei denen ein Wertverlust weitestgehend ausgeschlossen ist, beispielsweise das Investment in festverzinsliche Anleihen. 

Da viele Stiftungen wohltätige Projekte im Fokus haben, ist eine Rendite in gewisser Höhe unverzichtbar." 

Als Privatperson kann Ihnen niemand die mündelsichere Geldanlage vorschreiben, welche manch einer Stiftung aufgrund fortdauernder Niedrigzinsen jede Chance auf Ertrag nimmt. Sie lösen idealerweise Ihre unrentablen Sparkonten auf und stecken die Mittel in Aktienfonds mit optimaler Diversifikation. 

Risikobereitschaft ist alternativlos

Die Stiftungen, denen die Satzung keine mündelsicheren Investments vorschreibt, legen Gelder aus auslaufenden Staatsanleihen in Aktien an und sichern damit ihren Fortbestand. Die Verwalter sind sich dabei des Risikos bewusst, wissen aber auch, dass es dazu keine wirkliche Alternative gibt. Nicht selten sucht sich eine derartige Stiftung gezielt Wertpapiere aus, die neben Kursgewinnen zusätzliche Erträge über jährlich ausgeschüttete Dividenden in Aussicht stellen. Zunehmend viele Stiftungsverwaltungen können mittlerweile auf Depots mit Aktienanteilen von mehr als 50 Prozent verweisen. Sie sollten sich daran ein Beispiel nehmen und auf die Niedrigzinsen zeitnah mit Aktieninvestments reagieren.

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