Vor dem Kauf von Anteilen sollten Sie das Chance-Risiko-Verhältnis gründlich abwägen

Serie Finanzwissen: Finanzwissen Investmentfonds Das Risiko spekulativer Geschäfte

Anleger, die sich für Investmentfonds interessieren, müssen wissen, dass der Fondsmanager Teile des Fondsvermögens für spekulative Geschäfte einsetzen kann. Vor dem Kauf von Anteilen sollten Sie das Chance-Risiko-Verhältnis gründlich abwägen.

Im alltäglichen Sprachgebrauch hat der Begriff 'Spekulation' oder 'Spekulant' meist einen negativen Klang. Doch spekulative Geschäfte machen einen wesentlichen Teil der alltäglichen Arbeit von Investoren und Vermögensverwaltern aus, weil sie besonders hohe Renditen ermöglichen. Finanzfachleute beobachten kontinuierlich die Entwicklungen an den Finanzmärkten sehr genau, versuchen zukünftige Entwicklungen im Voraus zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Geht die Spekulation auf, kann der Investor Kurs-, Preis-, Währungs- oder Zinsunterschiede zu bestimmten Zeitpunkten gewinnbringend ausnutzen. Im ungünstigen Fall bergen solche Geschäfte ein hohes Verlustrisiko. In der Regel sind spekulative Geschäfte kurzfristig angelegt.

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Spekulative Geschäfte von Investmentfonds

Spekulative Geschäfte sind Verwaltern von Investmentfonds grundsätzlich erlaubt, es gibt jedoch gewisse Einschränkungen, wenn auch private Anleger Zugang zu dem Fonds haben. Typische spekulative Geschäfte von Publikumsfonds sind zum Beispiel:

  • Investition in Derivate
  • Verleihen von Wertpapieren

Investition in Derivate

Der Gesetzgeber erlaubt Verwaltern von Investmentfonds, in Derivate zu investieren. Liegt die grundsätzliche Erlaubnis vor, ist der Umfang der Geschäfte nicht begrenzt. Zur Gruppe der Derivate zählen unter anderem Finanzinstrumente wie Optionen, Swaps oder Forwards. Während der Kurs von Aktien die Bewertung eines Unternehmens widerspiegelt, hängt der Preis eines Derivates von einem Basiswert ab. Derivate spiegeln die Schwankungen des Basiswertpreises überproportional wider. Durch den Hebeleffekt steigen die Renditechancen, aber auch die Risiken, die theoretisch unbegrenzt sind.

Doch spekulative Geschäfte machen einen wesentlichen Teil der alltäglichen Arbeit von Investoren und Vermögensverwaltern aus."

Verleih von Wertpapieren

Die Wertpapierleihe gehört zu den üblichen Wertpapiergeschäften. Die Papiere werden für einen vereinbarten Zeitraum verliehen. Der Verleiher bekommt dadurch die Möglichkeit, mit den Wertpapieren, die er langfristig im Portfolio halten will, zusätzliche Erlöse zu erzielen. Der Anspruch auf Zinsen oder Dividenden, die während der Leihe fällig werden, verbleibt in der Regel beim Verleiher.

Leerverkäufe - privaten Anlegern nur bedingt zugänglich

Der Gegenspieler des Wertpapierverleihers ist der Entleiher. Dieser Part ist in Deutschland Hedgefonds vorbehalten, weil solche Spekulationen besonders riskant sind. Für Publikumsfonds erlaubt sind hingegen 'synthetische Leerverkaufspositionen', mit denen sich andere Finanzinstrumente künstlich nachbilden lassen. Mithilfe von Leerverkäufen ist es möglich, auch bei fallenden Kursen Renditen zu erwirtschaften. Der Entleiher spekuliert darauf, dass er die entliehenen Aktien zum vereinbarten Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis kaufen und zurückgeben kann. Hedgefonds sind für private Anleger nicht zugänglich. Privatanleger können jedoch Anteile an Dachfonds erwerben. Diese Dachfonds investieren in mehrere Hedgefonds, wodurch eine breitere Streuung und eine Verringerung des Risikos erreicht wird.

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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