Der deutsche Branchenprimus sieht die Weltwirtschaft gut aufgestellt

Größte hiesige Bank blickt nach vorne Deutsche Bank sieht positive Börsen

Für die Deutsche Bank stehen auch im neuen Jahr die Zeichen auf Aufschwung und damit für weitere Kursgewinne. Trotzdem gibt es natürlich Risiken, die Investoren bei ihren Entscheidungen auf dem Schirm haben sollten.

Der deutsche Branchenprimus sieht die Weltwirtschaft gut aufgestellt, insbesondere die Eurozone könne mit einem überraschend guten Wachstum überzeugen, so äußerte sich mit Stefan Schneider, der für Deutschland zuständige Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Und doch warnt Schneider: Die nächste Krise komme bestimmt.

Anziehende Investitionen vs. Straffung der Geldpolitik

Vom Grundsatz her habe sich die Deutsche Bank auf die planmäßige Durchführung der vier Zinsanhebungen durch die FED eingestellt - und geht hier weit von der Mehrheitsmeinung ab, die maximal zwei Zinsschritte im nächsten Jahr als wahrscheinlich ansieht. Für die Eurozone werden demnach erst im zweiten Halbjahr Straffungsmaßnahmen in der Geldpolitik erwartet, sollte die wirtschaftliche Entwicklung weiter so anhalten. Schneider erwartet bei Staatsanleihen steigende Renditen, so etwa für zehnjährige Bundespapiere 0,90 Prozent und bei zehnjährigen US-Anleihen 3,0 Prozent - Kursverluste sind jedoch jederzeit möglich.

Eine Blasenbildung an den Aktienmärkten sieht Schneider nicht als gegeben an, die Bewertungen der Unternehmen wären lediglich an die Gewinne und das Zinsumfeld angepasst worden. Und die Unternehmensgewinne dürften weiter steigern, so Schneider. 

Als lohnenswert bezeichnete Schneider vor allem italienische und schweizer, aber auch japanische Aktien."

Für eine wirtschaftliche Er- und Überhitzung, wie sie bereits in den Medien thematisiert worden war, sieht der Chefvolkswirt keine Hinweise - zumindest aktuell. Sollte jedoch die Inflation stärker anspringen, als es bislang prognostiziert wurde, müssten die Notenbanken die Initiative ergreifen. Dann könnten sich natürlich Risiken für die Märkte entwickeln.

Als lohnenswert bezeichnete Schneider vor allem italienische und schweizer, aber auch japanische Aktien, die ein ordentliches Gewinnpotenzial aufweisen würden. In Frage kämen Industrie und zyklische Konsumgüterproduktion, Technologie und Finanzen. Auch Immobilien dürften weiterhin von einer starken Nachfrage profitieren. Natürlich wird es wieder eine Krise geben, doch auch Schneider kann nicht sagen, wie und wann sie entstehen könnte.

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