Mancherorts Wohnraum bezahlbarer als 2013

Das Lohnniveau mitberücksichtigen Die relativen Mieten sind nicht überall gestiegen

Trotz verschärfter Mietpreisbremse - in 2019 ist mit weiter steigenden Mieten zu rechnen. Nach Einschätzung des Deutschen Mieterbundes könnte sich der Preisanstieg diesmal auch bei bestehenden Mietverträgen stärker bemerkbar machen. In Städten sei mit einem Anstieg von drei bis fünf Prozent der Vergleichsmiete zu rechnen. Derzeit seien keine Faktoren zu erkennen, die für Entspannung am Mietwohnungsmarkt sorgen würden.

Allerdings ist die alleinige Sicht auf die absolute Miete einseitig. Sie muss in Relation zum Einkommen gesehen werden. Wer mehr verdient, kann sich mehr Miete leisten. Da in Deutschland die Löhne und Gehälter zuletzt im Schnitt recht kräftig gestiegen sind, können viele Haushalte Mieterhöhungen gut verkraften. Und die relative Miete (= Miete im Verhältnis zum Einkommen) ist laut Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) keineswegs überall teurer geworden.

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Mancherorts Wohnraum bezahlbarer als 2013

Legt man den Zeitraum 2013 bis 2017 zugrunde, dann konnten sich Vollzeitbeschäftigte von ihrem Nettolohn in 2017 in zwei Dritteln der 401 deutschen Kreise mehr Wohnfläche leisten als noch 2013. Relativ gesehen ist Wohnen also dort erschwinglicher geworden, mögen auch die Mieten absolut gestiegen sein. Im Schnitt verfügt ein Ein-Personen-Haushalt über ein Netto-Einkommen von 2013 Euro. Davon gehen 26 Prozent oder 523 Euro für Miete (kalt) drauf. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede je nach Standort. In Salzgitter bekommt man dafür eine 100 qm-Wohnung. In München reicht das mal gerade für 41 qm. 

Mehr Wohnraum bezahlen als 2013 können Mieter mit Durchschnittseinkommen in einigen Gegenden Thüringens, Westfalens oder in Nordbayern. Umgekehrt hat sich die Situation in München, Berlin oder einigen anderen begehrten Städten entwickelt. Das zeigt: bei relativen Mieten existiert ein erhebliches Stadt-Land-Gefälle. Aber auch innerhalb einer Stadt bestehen je nach Lage, Qualität und Zustand des Wohnraums deutliche Preisunterschiede. Insgesamt belegt die IW-Untersuchung, dass von ausufernden Mieten zumindest generell keine Rede sein kann. 

Bei relativen Mieten existiert ein erhebliches Stadt-Land-Gefälle."

Mietanstieg wird sich verlangsamen

Das Institut geht davon aus, dass der Mietanstieg sich in den Städten 2019 etwas verlangsamen wird. Dafür seien mehrere Ursachen verantwortlich: unter anderem eine Abschwächung der Zuwanderung und restriktivere Regelungen durch die Mietpreisbremse. 

Auch der Mieterbund erwartet nicht mehr ganz so drastische Mieterhöhungen in Immobilien-Hotspotst, weil kaum jemand noch so exorbitant hohe Mieten tragen könne.

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