Theorie und Praxis in der modernen Internetwelt

Serie Bildung: Theorie und Praxis kombiniert Duales Studium

Viele Unternehmen haben derzeit Probleme, Ausbildungsplätze zu besetzen. Die deutschen Universitäten erleben dagegen Studenten-Rekordzahlen. Theorie und Praxis scheinen bei der Berufsqualifikation immer mehr auseinanderzuklaffen.

Doch es gibt eine Option, beides zu verbinden: ein duales Studium. Die Zahl der dualen Studiengänge wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. Über 1.500 Angebote gibt es inzwischen hierzulande. Nicht wenige Wirtschaftsexperten und -vertreter sehen darin eine Möglichkeit, dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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Schon mit einem Bein im Beruf 

Duale Studiengänge existieren vor allem in wirtschaftsnahen Studienfächern wie Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen. Aber auch im Sozialwesen und Pflegebereich sind mittlerweile etliche Angebote entwickelt worden. Ein duales Studium ist in Verbindung mit einer Universität, einer Fachhochschule, aber auch einer Berufsakademie möglich. So unterschiedlich die fachlichen Inhalte und Anforderungen dabei sind, das Grundkonzept bleibt sich immer gleich: die Verbindung von praktischen und theoretischen Ausbildungsphasen während des Studiums. Wie das genau aussieht, hängt vom jeweiligen Studienangebot ab. Manchmal wechseln sich mehrmonatige Praxis- und Theoriezeiten ab, manchmal läuft beides nahezu parallel. 

Eins steht auf jeden Fall fest: als dualer Student steht man de facto bereits mit einem Bein im Berufsleben. Das Studium eignet sich daher vor allem für Studenten, die schnell in den gewünschten Beruf einsteigen möchten, Wissen eher anwendungsorientiert erwerben wollen und eine solide finanzielle Basis suchen. Denn während des Studiums ist man bereits bei einer Firma beschäftigt, die üblicherweise auch eine Vergütung in dieser Zeit zahlt. Reichtümer sind dadurch nicht möglich, aber duale Studenten sind materiell im Schnitt besser gestellt als ihre Kommilitonen in herkömmlichen Studiengängen. 

Eins steht auf jeden Fall fest: als dualer Student steht man de facto bereits mit einem Bein im Berufsleben."

Disziplin und Durchhalten gefragt 

Ganz ohne Gegenleistung ist dies nicht zu haben. Unternehmen, die ein duales Studium finanzieren, erwarten üblicherweise auch den Einstieg bei sich nach dem Abschluss. Wer sich seine spätere Berufswahl offenhalten will, sollte daher lieber einen anderen Weg wählen. Auch für Studenten, die eher an reiner Wissenschaft und theoretischen Erkenntnissen interessiert sind, eignet sich das Studium weniger. Die Praxiszeiten werden dann nur als lästiger Ballast empfunden. 

Ein duales Studium mit Bachelor-Abschluss dauert im Regelfall zwischen drei und fünf Jahren. Während dieser Zeit sind die Studenten stark gefordert, da sie in zwei sehr unterschiedlichen Parallelwelten Leistung zeigen müssen. Das erfordert eine ausgezeichnete Organisation, planvolles Vorgehen und viel Disziplin. Bei der Freizeit und im Privatleben müssen duale Studenten in dieser Zeit gewisse Abstriche machen. Wer Durchhaltevermögen bewiesen und seinen Abschluss erfolgreich geschafft hat, darf sich häufig über sehr gute Karrierechancen freuen. Denn das gezeigte Standvermögen ist ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. 

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