Überdurchschnittliche Chancen - überdurchschnittliches Risiko

Serie Finanzwissen: Finanzwissen geschlossene Fonds Grundzüge geschlossener Fonds

Geschlossene Fonds bieten vor allem für Anleger, die größere Summen rentierlich investieren möchten und können, Möglichkeiten der Kapitalanlage. Die Bezeichnung "Fonds" legt dabei eine inhaltliche Nähe zu offenen Investmentfonds nahe - dies ist aber nicht der Fall.

Tatsächlich unterscheiden sich geschlossene Fonds in ihrer Konstruktion und der rechtlichen Stellung der Anleger grundlegend von offenen Fonds. Bei offenen Fonds handelt es sich um ein Sondervermögen, das von einer Investmentgesellschaft verwaltet wird und an dem Anleger jederzeit rückgebbare Anteile erwerben. Ein geschlossener Fonds ist dagegen eine Gesellschaft, die entweder als geschlossene Investmentkommanditgesellschaft (oft GmbH & Co KG) oder als geschlossene Investmentaktiengesellschaft betrieben wird. Anleger erwerben hieran "echte" Beteiligungen und werden dadurch zum Mitgesellschafter und -unternehmer.

Überdurchschnittliche Chancen - überdurchschnittliches Risiko 

Geschlossene Fonds werden häufig aufgelegt, um größere Projekte und Vorhaben zu finanzieren und von deren Erträgen zu profitieren. Typisch sind zum Beispiel Investments in Immobilien, Anlagen für erneuerbare Energien, Infrastruktur-Einrichtungen, Schiffe, Flugzeuge u.v.m. Im Unterschied zu offenen Fonds, die fast immer breit gestreut investieren, beschränkt sich ein geschlossener Fonds meist nur auf wenige größere Investments, nicht selten nur auf eins. Ziel ist nicht Risikostreuung, sondern es geht darum, überdurchschnittliche Ertragschancen eines besonders aussichtsreichen Vorhabens zu nutzen. 

Die Bezeichnung "Fonds" legt dabei eine inhaltliche Nähe zu offenen Investmentfonds nahe - dies ist aber nicht der Fall." 

Unternehmerische Risiken

Beteiligungen sind meist erst ab größeren Beträgen - zum Beispiel 10.000 Euro - möglich. Wenn das notwendige Kapital eingesammelt ist, wird der Fonds geschlossen - daher die Bezeichnung, weitere Beteiligungen sind dann nicht mehr zugelassen. Geschlossene Fonds haben in der Regel eine begrenzte - meist längere - Laufzeit, danach wird der Fonds aufgelöst und das Gesellschaftsvermögen an die Eigner verteilt. Eine vorzeitige Rückgabe einer Beteiligung ist nicht möglich, wohl aber die Übertragung auf einen anderen Investor - was sich schwierig gestalten kann. 

Investments in geschlossenen Fonds bedeuten daher üblicherweise eine längerfristige Kapitalbindung und sind mit einem erheblichen Risiko - bis hin zum Totalverlust - verbunden. Der Erfolg steht und fällt mit dem jeweiligen Investment-Vorhaben.

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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