Manchmal genügt auch ein schlichtes T-Shirt

Bluesky-Chefin blamiert Zuckerberg T-Shirt mit Botschaft

Die Tech-Branche liebt große Bühnen, glänzende Präsentationen und strategisch platzierte Statements. Doch manchmal genügt auch ein schlichtes T-Shirt, um eine maximale Wirkung zu erzielen – wenn die Botschaft stimmt.

Genau das ist Jay Graber, der CEO der dezentralen Social-Media-Plattform Bluesky, nun gelungen. Mit einem einzigen Kleidungsstück hat sie ihrem Rivalen Mark Zuckerberg von Meta nicht nur die Show gestohlen, sondern auch ein klares Signal in Richtung der gesamten Tech-Community gesendet.

Und das Besondere: Die Botschaft war nicht laut, nicht aufdringlich, nicht einmal auf Englisch – sondern in Latein.


Ein unscheinbares Shirt – mit scharfer Spitze

Der Vorfall ereignete sich bei einem viel beachteten Panel zum Thema Zukunft der sozialen Medien. Vertreter großer Plattformen wie Meta, X (ehemals Twitter), Mastodon und Bluesky diskutierten über Moderation, Algorithmen, Dezentralisierung – und über die Frage, wem das Netz künftig gehören soll.

Jay Graber betrat die Bühne in einem ansonsten schlichten Outfit, trug jedoch ein weißes T-Shirt mit schwarzem Aufdruck. Die Aufschrift:
„Fiat lux, non Meta.“

Was auf den ersten Blick wie ein stilisiertes Modezitat wirkt, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als sprachlich elegante, aber messerscharfe Kritik an Meta und Mark Zuckerberg.


Latein mit Wirkung – was hinter der Botschaft steckt

Der Spruch „Fiat lux“ stammt aus der lateinischen Bibel und bedeutet „Es werde Licht“.

Er wird oft im Kontext von Aufklärung, Erkenntnis und Wahrheit verwendet – also genau jenen Idealen, die viele in der digitalen Welt zunehmend vermissen.

In Kombination mit der Wendung „non Meta“ – also „nicht Meta“ – entsteht eine klare, doppeldeutige Aussage: Die neue digitale Aufklärung soll nicht vom Konzern Meta kommen, dessen Geschäftsmodell sich auf die Kommerzialisierung von Daten, Nutzerverhalten und Aufmerksamkeit stützt.

Grabers Message lautet: Transparenz, Freiheit und Offenheit statt zentralisierter Machtstrukturen, Manipulation und Monopolisierung.

Und sie tut das mit einem sprachlichen Mittel, das zugleich zeitlos und klug gewählt ist: Latein – die Sprache der Gelehrten, der Ethik, der westlichen Kulturgeschichte.


Ein Schlag gegen Zuckerberg – und ein Signal an die Branche

Ob Zuckerberg sich angesprochen fühlt oder nicht – in der Tech-Community ist klar, dass diese kleine Szene eine große symbolische Wirkung hat. In einer Branche, die oft von Größe, Skalierbarkeit und Reichweite spricht, setzt Jay Graber ein Zeichen für Haltung, Sprache und Substanz. Und das ganz ohne Filter – nur mit einem T-Shirt."

Zwar wurde auf dem Panel nicht direkt über Facebook, Instagram oder Threads gesprochen. Doch in der Fachwelt war schnell klar, an wen sich die T-Shirt-Botschaft richtete. Mark Zuckerberg, der CEO von Meta, war zwar nicht persönlich anwesend, wurde aber durch das Statement öffentlich und subtil herausgefordert.

Während Meta mit Threads erneut versucht, eine textbasierte Social-Media-Plattform zu etablieren – und damit direkt in Konkurrenz zu Bluesky tritt – stellt sich Jay Graber bewusst dagegen: nicht mit einer milliardenschweren Kampagne, sondern mit einem simplen, aber ideologisch aufgeladenen Slogan.

Die Geste wirkte. Nicht nur auf der Bühne wurde darüber gesprochen – auch in sozialen Medien, Tech-Foren und Kommentarsektionen war der Spruch innerhalb kürzester Zeit ein virales Thema. Nutzer lobten Graber für ihren Mut, ihre intellektuelle Schärfe und ihren Humor, andere sahen darin einen Beleg für die ideologische Spaltung in der Tech-Welt zwischen Plattform-Konzernen und dezentralen Alternativen.


Dezentralisierung als neue Identität

Jay Graber, ehemals Softwareentwicklerin bei Zcash und Ethereum-Projekten, ist längst mehr als nur die Chefin einer Twitter-Alternative. Sie steht für eine neue Generation von Plattformarchitektur, die auf offenen Protokollen, Nutzerkontrolle und digitaler Souveränität basiert.

Bluesky verfolgt das Ziel, das soziale Netz aus den Händen einiger weniger Konzerne zu befreien. Statt zentraler Kontrolle über Algorithmen und Inhalte sollen Nutzer selbst entscheiden können, wie ihre Timeline aussieht, wie Inhalte moderiert werden und welche Regeln gelten.

Die Botschaft „Fiat lux, non Meta“ ist deshalb nicht nur gegen Meta gerichtet, sondern auch ein Bekenntnis zur Vision einer anderen digitalen Zukunft – in der Plattformen nicht länger Gatekeeper, sondern Werkzeuge der Vernetzung und Selbstbestimmung sind.


Fazit: Ein T-Shirt, das mehr sagt als tausend Reden

Mit einer klug gewählten Phrase hat Jay Graber gezeigt, dass man auch ohne Milliardenbudget und Lautstärke eine Diskussion prägen kann. „Fiat lux, non Meta“ ist mehr als ein Mode-Gag – es ist ein Statement für ein neues Internetverständnis: offen, transparent, dezentral.

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