Bei der Bewertung von Aktien kommt es immer auf die Einstellung der Berater an

Die deutsche Aversion gegen Aktien "Tag der Aktie" verpufft vermutlich erneut

Aktien und deren Emittenten genießen bei den deutschen Verbrauchern wenig Ansehen, gleichwohl wächst das Bedürfnis, mehr aus dem verfügbaren Einkommen zu machen. Doch die bevorzugten Instrumente sind für das derzeitige Niedrigzinsumfeld völlig ungeeignet.

Ihnen ist vermutlich der Tag der Aktie ein Begriff, welcher in Kürze zum dritten Mal stattfindet und vom Institut Toluna im Vorfeld als Anlass für eine Umfrage genutzt wurde. Die Auftrag gebenden Direktbanken wollten wissen, was Menschen wie Sie von Aktien halten und wie Sie am liebsten freies Geld anlegen würden. Die Ergebnisse sind nicht überraschend, sie lassen die Vermutung zu, dass der Tag der Aktie auch dieses Jahr ohne positive Nachwirkungen zu Ende gehen wird.

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So denken Ihre Mitmenschen über Aktien

Die von Toluna befragten Leute sprachen sich zum Thema Aktien nur zu 30 Prozent positiv aus, der Rest hält die Papiere für äußerst riskant. Dementsprechend wenig Ansehen genießen die Börsenplätze insgesamt (22 Prozent), wobei die Wall Street mit zwölf Prozent besonders schlecht abschnitt.

Bis dahin bleiben die Werte nachvollziehbar, dass allerdings Aktienindizes wie der DAX von 75 Prozent aller Teilnehmer als negativ wahrgenommen werden, kann nur an mangelhaftem Wissensstand liegen. 

Aktionäre haben mit dem Deutschen Aktienindex vermutlich gute Erfahrungen gesammelt, denn die sprachen sich im Gegensatz zu Nichtaktionären eindeutig für den DAX aus. Wie Sie aus den dargestellten Umfrageergebnissen entnehmen können, sind die meisten Verbraucher über Aktien kaum oder unzureichend informiert und begehen aus Unwissenheit fatale Fehler.

Das Sparbuch weiterhin beliebtestes Instrument zum Geld auf die Seite legen

Hier scheiden sich allerdings die Verhaltensweisen von Aktionären und Nichtaktionären gewaltig. Während Letztere immer noch Sparbücher besitzen und bei Fragen zur Geldanlage ihrem Bankberater vertrauen, legen Aktionäre ein wesentlich zeitgemäßeres Verhalten an den Tag. Aktionäre stecken jeden überflüssigen Euro in Aktien oder Fonds und lassen sich nur in Ausnahmefällen noch auf der Hausbank beraten.

Aktionäre stecken jeden überflüssigen Euro in Aktien oder Fonds."

Warum? Die Institute erwähnen breit diversifizierte und kostengünstige Anlageprodukte wie Indexfonds mit keinem Wort, weil es daran keine Provisionen zu verdienen gibt. Auch Aktiensparpläne werden fast ausschließlich von Direktbanken in Option gestellt, obwohl hiermit auch weniger solvente Mitmenschen am Aktienboom teilhaben könnten.

Fazit

Bei der Bewertung von Aktien kommt es immer auf die Einstellung der Berater an. Erkennen die klassischen Bankberater keine lukrativen Verdienste, werden attraktive Aktienindexfonds und damit verbundene Sparpläne nicht einmal erwähnt. Als Verbraucher, der aus gegebenen Gründen mit dem Gedanken an Aktien spielt, sollten Sie stets unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Die auf diesem Feld agierenden Finanzberater wollen Ihnen keine Wertpapiere verkaufen, sondern sinnvolle Geldanlageoptionen aus neutraler Sichtweise aufzeigen. Ihre Meinung zu Aktien könnte sich dadurch erheblich ändern.

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