Trump'sche Steuerreform

Serie Finanzwissen: Schon wieder trumpft er auf Warren Buffetts Ratschläge für Anleger

Warren Buffett gilt schon zu Lebzeiten als Investment-Legende und steht trotz seiner 87 Jahre immer noch mitten im Geschäft. Auch im vergangenen Jahr konnte das von ihm begründete Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway wieder stolze Gewinne einfahren. Ganz zufrieden ist Buffett trotzdem nicht.

Dabei kann er sich eigentlich nicht beschweren. Berkshire Hathaway weist für 2017 einen Bilanzgewinn von 45 Milliarden Dollar aus - doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Dieser schöne Erfolg ist allerdings nur zum Teil selbstgemacht. 29 Milliarden Dollar gehen auf das Konto der Trump'schen Steuerreform, durch die sich die Beteiligungswerte erhöht haben. Die "eigenen" Gewinne aus Beteiligungen sind dagegen 2017 rückläufig gewesen, in der Versicherungssparte gab es sogar erstmals seit langem Verluste. 

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Der Meister des Value Investing 

Nichtsdestoweniger verfolgt Warren Buffet seine Investment-Strategie unbeirrt weiter fort. Er ist der Meister des sogenannten Value-Investing - eines Investment-Ansatzes, der gezielt auf "verkannte" und "unterbewertete" Titel am Markt setzt, um im Zeitablauf von Wertaufholungen zu profitieren. Der Erfolg über Jahrzehnte gibt seinem Ansatz Recht, obwohl er sich damit eigentlich im Widerspruch zur modernen Finanzmarktheorie mit ihrer Effizienzmarktthese befindet. 

Buffett hat aktuell nur ein Problem. Er findet am Markt kaum geeignete Titel, bei denen sich der Einstieg aus seiner Sicht lohnt. Das Shiller-KGV - ein Maß für das Verhältnis von Kursen zu Gewinnen - liegt beim US-Index S & P 500 derzeit bei rund 33. Dieser Wert wurde in der Vergangenheit nur zweimal erreicht bzw. überschritten; 1929 vor dem "Schwarzen Freitag" und 2000 kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase.

In einer Konstellation, in der nahezu alle Aktien am Markt hoch bewertet sind, fällt es Buffett schwer, noch Titel zu identifizieren, die "unter Wert" gehandelt werden. 

Warren Buffett findet am Markt kaum geeignete Titel, bei denen sich der Einstieg aus seiner Sicht lohnt." 

Geduld und Ausdauer, bis die Märkte "verrückt spielen"

Das erklärt auch, warum bei Berkshire Hathaway derzeit viel Geld nahezu brach liegt. Rund 116 Milliarden Dollar sind in liquiden Anlagen und kurzfristigen Anleihen investiert. Das ist zwar sicher, aber nicht gerade renditeträchtig.

Sich selbst und anderen Anlegern empfiehlt Buffett angesichts dieser Lage Geduld und Ausdauer. Allgemein machten rationale Märkte manchmal verrückte Dinge, bei denen sich wieder Gelegenheiten ergäben.

Dafür müsse man auch bereit sein, einige Zeit ideenlos oder sogar dumm zu erscheinen.

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