Es gibt grundsätzlich unterschiedliche Ansätze, um in Wertpapiere zu investieren

Serie Finanzwissen: Finanzwissen Wertpapierhandel Wertpapiersparpläne und Day-Trading

Es gibt grundsätzlich unterschiedliche Ansätze, um in Wertpapiere zu investieren. Die extremsten Gegensätze bilden dabei Wertpapier-Sparpläne und Wertpapierhandel im Rahmen des Day-Trading. Während Wertpapier-Sparpläne sich eher für systematischen, langfristig orientierten Vermögensaufbau eignen, geht es beim Day-Trading mehr um die Realisierung von kurzfristigen Gewinnchancen durch Kursspekulation. Beide Formen des Wertpapier-Investments werden hier vorgestellt.

Wertpapier-Sparpläne werden von Banken, Investment-Gesellschaften und Online-Brokern angeboten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Wertpapier-Sparpläne zu realisieren. Bei Aktien-Sparplänen wird systematisch in Aktien eines Unternehmens angespart. Dabei profitiert man von den spezifischen Chancen dieser Aktie, verzichtet aber auf die Vorteile der Risikostreuung. Bei Fonds-Sparplänen kommt dagegen das Prinzip der Risikostreuung voll zur Geltung.

Wertpapier-Sparpläne 

Es gibt ein breites Spektrum an Fonds, die für Fonds-Sparpläne genutzt werden können. Sowohl aktive Fonds als auch ETF können dafür eingesetzt werden. Darüber hinaus lassen sich Wertpapier-Sparpläne aber auch mit anderen Wertpapieren umsetzen, zum Beispiel mit Zertifikaten oder mit (rohstoffbezogenen) ETCs. 

Bei Wertpapier-Sparplänen werden regelmäßig konstant bleibende Beträge in den Kauf von Wertpapieren investiert. Damit kann auch mit relativ kleinen Anlagebeträgen im Zeitablauf ein ansehnliches Vermögen aufgebaut werden. In der Regel erfolgt die Anlage in monatlichen Beträgen, es gibt aber auch andere "Anlage-Rhythmen": vierteljährliches, halbjährliches, ganzjähriges Sparen. Die meisten Sparpläne können schon in überschaubaren Summen - zum Beispiel 25, 50 oder 100 Euro - bespart werden. Üblicherweise sind die Sparpläne offen und flexibel ausgestaltet. So können die Sparraten jederzeit angepasst werden, es sind Verfügungen möglich. Die Laufzeit ist oft nicht definiert, wenn der Anleger den Sparplan nicht von sich aus beendet, läuft er "ewig" weiter. 

Wertpapier-Sparpläne eignen sich für systematischen, langfristig orientierten Vermögensaufbau."

Bei den Sparplänen profitieren Anleger von dem sogenannten Cost-Average-Effekt (= Durchschnittskosteneffekt). Da hier immer gleiche Beträge angespart werden, erwirbt man in Hochkursphasen automatisch weniger Papiere als in Niedrigkurszeiten. Dadurch befinden sich immer überdurchschnittlich "günstig" erworbene Papiere im Bestand, was sich insgesamt vorteilhaft auf die Rendite auswirkt. Bei Wertpapier-Sparplänen kommt es vor allem auf das "Durchhalten" und die Spardisziplin  an, die aktuellen Kursentwicklungen spielen dagegen bei der Anlage eher eine untergeordnete Rolle. 

2. Day-Trading 

Das Day-Trading ist im Gegensatz zu den Wertpapier-Sparplänen eine hochspekulative Form des Investierens in Wertpapieren. Hier hofft der Anleger, von kurzfristigen Kursschwankungen eines Wertpapiers innerhalb eines Tages zu profitieren. Dabei wird unterstellt, dass sich Kursentwicklungen auf der Basis typischer Kursmuster voraussehen lassen. Der Day-Trader versucht dabei schneller zu agieren als der übrige Markt, indem er über Käufe oder Verkäufe dem erwarteten Kursverlauf "zuvorkommt". Day-Trading ist hochriskant. Nicht wenige Experten bezweifeln, dass es damit gelingt, dauerhaft Erfolg zu haben.

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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