Aktiv oder passiv - gegensätzliche Investment-Philosophien

Serie Finanzwissen: Finanzwissen Investmentfonds Aktiv oder passiv gemanagte Fonds

Ein weiteres wichtiges Kapitel im Finanzwissen befasst sich damit, ob Fonds aktiv oder passiv gemanagt werden. Daraus leitet sich nicht nur die Ausrichtung, sondern vor allem die Kostenstruktur ab.

Investmentfonds wurden zunächst generell aktiv gemanagt, also auf der Grundlage der Entscheidungen des eigenen Fondsmanagements individuell zusammengestellt. Allerdings setzen sich seit einigen Jahren auch die passiven Alternativen erfolgreich durch, was nicht zuletzt auch den niedrigen Kosten geschuldet ist.

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Aktiv oder passiv - gegensätzliche Investment-Philosophien

Angesichts der wachsenden Erfolge der sogenannten Indexfonds gehört dieser Unterschied zum Finanzwissen dazu, um Orientierung auf dem äußerst vielfältigen Finanzmarkt zu haben: Die Frage, ob das Fondsmanagement aktiv oder passiv organisiert wird, kann über die Performance eines Fonds entscheiden

Grundsätzlich streben beide Fondsvarianten danach, eine bestimmte Benchmark zu erreichen oder bestenfalls zu übertreffen. In der Regel dienen dazu die großen Indizes, beispielsweise der DAX oder der Dow Jones. Diese Indizes werden auf der Grundlage bestimmter Prüfkriterien, zum Beispiel Regionen, Branchen, Alter und Größe, aus den passenden Unternehmen zusammengesetzt. Die Auswahl wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf korrigiert. Ein direktes Investment in einen solchen Index ist naturgemäß nicht möglich. Jedoch gelten die Wertentwicklungen der einzelnen Indizes als Maßstab für die Fonds.

Finanzwissen: Fondsmanagement aktiv oder passiv

Die klassischen Investmentfonds betreiben nun ihrerseits eine aktive Auswahl der Unternehmen, in die sie das Anlagekapital investieren. Die Schwerpunkte werden dabei individuell gesetzt, um lukrative Anlageziele am Markt zu recherchieren und überdurchschnittliche Gewinne zu realisieren. Dieses aktive Fondsmanagement verursacht allerdings höhere Kosten, die sich die Indexfonds sparen.

Grundsätzlich streben beide Fondsvarianten danach, eine bestimmte Benchmark zu erreichen."

Die auch als passiv gemanagte Fonds bezeichneten Varianten beziehen sich nämlich explizit auf den jeweiligen Index - und das sowohl in Bezug auf die Auswahl als auch auf das Verhältnis der infrage kommenden Unternehmenswerte. Aktives Eingreifen wird nur erforderlich, wenn entsprechende Änderungsentscheidungen im Index selbst zum Tragen kommen. Allerdings ist ein solches Nachjustieren nicht unkompliziert, sollen identische Konditionen zum Index erreicht werden.

Auch bei den passiv gemanagten Fonds sind weitere Unterscheidungen zu beachten: Voll replizierende Indexfonds kaufen die Wertpapiere, die sich im jeweiligen Index finden, im authentischen Verhältnis auf. Dies ist mitunter ein kompliziertes Unterfangen. Swap-basierte Indexfonds können als synthetische Alternative angesehen werden. Diese basieren auf Tauschgeschäften, den sogenannten Swaps: Die Fondsmanager erwerben Aktien, die mit dem eigentlichen Index gar nichts zu tun haben müssen. Sie gelten nämlich nur als Sicherheit dafür, dass der Swap-Partner, in der Regel eine Bank, die Performance des Index zur Verfügung stellt - und bei Bedarf tauscht.

Interessant zu wissen ist, dass die überwiegende Zahl der aktiv gemanagten Fonds, die Performance des als Benchmark geltenden Index nicht erreichen.  

 

 

Die vom Autor als Basis für diesen Artikel verwendeten Informationen sind vom Rechteinhaber des Grundlagenwissen: Investmentfonds und die Risiken, der fundsware GmbH, zur Verfügung gestellt worden.

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