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Kosten fressen Überrendite auf Aktive Fondsmanager haben es schwer

In vielen Untersuchungen zur Fonds-Performance zeigt sich ein enttäuschendes Abschneiden aktiv gemanagter Produkte. Diese erzielen oft kaum bessere, wenn nicht schlechtere Ergebnisse als passive Fonds. Das ist auf den ersten Blick überraschend: denn schließlich steht hinter aktiven Fonds ein hochqualifiziertes Management, das über ausgeklügelte Instrumente und Strategien verfügt.

Passives Investieren ist dagegen eher schlicht und simpel. Es beschränkt sich im Wesentlichen darauf, einen Markt über Index-Investments zu kaufen und so die Marktentwicklung mitzuvollziehen. Wie kann es sein, dass eine solche "naive" Strategie nicht schlechter abschneidet als aktives Fondsmanagement?

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In der Theorie zum Scheitern verurteilt

Folgt man der sogenannten Markteffizienzhypothese, ist dieses Ergebnis logisch. Danach ist es auf effizienten Finanzmärkten auf Dauer nicht möglich, Überrenditen - zum Beispiel durch technische Analyse, Fundamentalanalyse oder intelligente Algorithmen  - zu erzielen. Denn in der Kursbildung werden bereits alle verfügbaren Informationen verarbeitet und eingepreist - und zwar unverzüglich. Gewinne durch Informationsvorsprünge kann es in einer solchen Welt nicht geben. Kommt dennoch mal eine Überrendite zustande, ist dies purer Zufall und lässt sich nicht steuern. 

Gezielte Versuche "den Markt zu schlagen" sind daher von vornherein zum Scheitern verurteilt. Sie produzieren Kosten ohne Mehrwert. Soweit zur Theorie. In der Realität sind Finanzmärkte allerdings doch nicht ganz so vollkommen, wie es die Finanztheorie gerne unterstellt. Informationen spiegeln sich mit Zeitverzug in den Kursen wieder, es kommt zu Über- und Untertreibungen und die Marktpsychologie spielt auch eine wichtige Rolle. Von daher gäbe es durchaus Chancen für aktives Fondsmanagement. Trotzdem bleibt der empirische Befund einer vergleichsweise mageren Performance. 

Nur etwas besser als der Markt reicht nicht

Ein Grund dafür ist das Benchmark-Risiko. Fondsmanager werden auch daran gemessen, wie sie im Verhältnis zu Wettbewerbern abschneiden. Davon hängen variable Gehaltsbestandteile und Boni ab. Daher neigen viele Fondsmanager zur Vorsicht. Ihre Anlagen orientieren sich stark am jeweiligen Marktindex und spekulative Wagnisse werden vermieden, um die Vergütung nicht zu gefährden. Dass eine solche Anlagepolitik zu keinem wesentlich anderen Ergebnis führen kann als rein indexbezogenes Investieren, leuchtet unmittelbar ein. Außerdem reicht es nicht, "nur etwas besser" als der Markt zu sein. 

Wenn aktives Fondsmanagement Überrenditen erzielt, müssen diese so hoch sein, dass sie die Management-Mehrkosten mindestens abdecken." 

Erst nachdem die Management-Mehrkosten erwirtschaftet sind, wird überhaupt ein Gleichstand erreicht: von einem "Alpha" ist noch nicht die Rede. Mehrkosten fallen zwangsläufig an und ergeben sich aus dem nötigen größeren Aufwand für Research, Marktbeobachtung, Umschichtungen und Handelsaktivitäten. Und das Fondsmanagement will schließlich auch bezahlt sein. Es gibt durchaus Fonds, die besser abschneiden als der Markt. Wenn man die Kosten abzieht, bleibt allerdings von der Überrendite wenig übrig. 

Für Anleger, die gezielt Vermögen bilden wollen, bedeutet dies, im Kern doch auf Indexfonds zu setzen. "Gute" aktive Fonds können flankierend genutzt werden - aber nur mit einer gezielten Auswahl. Unabhängige Finanzberatung hilft dabei.

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