Reiche Anleger unterscheiden sich nicht wirklich von den weniger Betuchten

Keine wesentlichen Unterschiede in der Geldanlage Auch die Superreichen ticken normal

Bei der Geldanlage gibt es Mythen, die die Ansprüche von Superreichen anders als die der Privatanleger darstellen. Der folgende Beitrag will zur Aufklärung beitragen und sucht eventuelle Unterschiede bei den einzelnen Anlegergruppen.

Was kaum bestritten werden kann, ist der Unterschied bei der Beratung zur Geldanlage. Viele Banken lassen Ihnen als Privatanleger keine oder nur automatisierte Anlageberatung zukommen, weil ihnen der Aufwand im Verhältnis zum möglichen Gewinn zu groß erscheint. Die individuelle Konsultation verschiebt sich zunehmend mehr in den für die Banken lukrativen Sektor des Privatbankings. Doch wie die in diesem Segment vereinigten vermögenden Kunden wirklich ticken, bleibt der Mehrheit durchschnittlicher Anleger meist verborgen.

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Benötigen Vermögende bei der Geldanlage besondere Produkte?

Der Eindruck ist schlicht falsch, denn Reiche haben oft die gleichen Anlageziele wie Durchschnittsanleger und streben erstrangig den Vermögenserhalt an. Zudem lieben Superreiche das Bargeld ebenso wie Sie oder unzählige andere deutsche Privatanleger. Die Vermögenden in Deutschland halten etwa ein Drittel ihrer Vermögen liquide in bar vor und lassen sich weder von einem Verbot noch von Niedrigzinsen schrecken. 

Sind vermögende Anleger besonders auf Beratung angewiesen?

Bei der Geldanlage spielt kompetente Finanzberatung die gleiche Rolle für Reiche wie für Durchschnittsanleger. Beide Investorengruppen bescheinigen sich zu mehr als 50 Prozent überdurchschnittlichen Wissensstand. Warum der Rest auf Anlageberatung verzichtet, wird dem Unterschied zwischen Anspruch und Realität zugeschrieben. Hier tritt bei Reichen und weniger Vermögenden die Meinung zutage, dass fachliche Beratung nicht zwingend zu attraktiveren Renditen führe, obwohl dies so nicht stimmt.

Ist die Geldanlage im Internet der Jugend vorbehalten?

Auch hier unterscheiden sich reiche Anleger nicht wirklich von den weniger Betuchten. In beiden Gruppen neigen die Jüngeren verstärkt zu neuen Technologien im Finanzsektor. Jung wie alt ist beim Geld anlegen gleichermaßen bewusst, dass Robo-Advice nur in ganz wenigen Fällen an die persönliche Finanzberatung herankommt. Andersherum können sich reiche wie weniger vermögende Anleger im hohen Alter vorstellen, nur unter wenigen bestimmten Voraussetzungen online gewährte Beratung in Anspruch nehmen zu wollen.

Viele Banken lassen Ihnen als Privatanleger keine oder nur eine automatisierte Anlageberatung zukommen."

Neigen reiche Deutsche zu überdurchschnittlichem Pessimismus?

Wenn schon Pessimismus als deutsche Eigenschaft interpretiert wird, ist sie in jeder Altersgruppe gleichstark vertreten. Niedrigzinsen lassen alle Deutschen zunehmend bei der Geldanlage zu Aktien greifen.

Unabhängig vom Vermögensstand müssen sich alle Marktteilnehmer mit der Volatilität an den Kapitalmärkten auseinandersetzen und erfolgreiche Investments in Aktien erlernen. Dass Pessimismus oder Emotionen dabei kein guter Wegbegleiter sind, wird zunehmend vielen Akteuren zur Gewissheit. 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Geldanlage reichen und weniger vermögenden Anlegern die gleichen Voraussetzungen abverlangt, und dass Superreiche dabei die gleichen Präferenzen an den Tag legen wie durchschnittliche Privatanleger. Über unsere zugegeben sehr unterschiedlichen Vermögen hinaus sind wir alle Menschen, die sich gerne von Zukunftsängsten leiten lassen, obwohl dies nicht nötig ist, denn mittel- langfristiger Anleger wurden bisher für das Investieren in den breiten Aktienmarkt belohnt!

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