Wie lohnend eine Geldanlage ist, wird üblicherweise mit der Rendite ausgedrückt

Erfolgsmessung bei der Geldanlage Der Begriff Rendite

Wie lohnend eine Geldanlage ist, wird üblicherweise mit der Rendite ausgedrückt. Sie ist ein Vergleichsmaßstab, um unterschiedliche Finanzprodukte beurteilen zu können. Doch obwohl der Begriff "Rendite" oft verwendet wird, ist vielen Anlegern nicht bewusst, was sich genau dahinter verbirgt.

Häufig wird die Rendite mit der Verzinsung gleichgesetzt. Das ist aber nur in bestimmten Konstellationen korrekt. In vielen Fällen sind Rendite und Zins nicht gleich. Und Renditen haben auch Finanzprodukte, die gar keine Verzinsung vorsehen. Einfach formuliert ist die Rendite der durchschnittliche jährliche Kapitalertrag einer Geldanlage - bezogen auf den Kapitaleinsatz und als Prozentwert ausgedrückt. 

Ein bewährtes Konzept 

Eine Rendite von vier Prozent bedeutet, dass sich das eingesetzte Kapital während der Laufzeit durchschnittlich um vier Prozent pro Jahr vermehrt. Dabei wird unterstellt, dass zwischenzeitlich anfallende Kapitalerträge immer wieder zu dieser Rendite "reinvestiert" werden können.

Dieses "Konzept" entstammt der Investitions- und Finanzierungstheorie. Bei der Investitionsrechnung ist es als "interne Zinsfußmethode" bekannt und dient dazu, die Rentierlichkeit von Investitionsvorhaben zu beurteilen. Als "effektiver Jahreszins" oder "Effektivzins" wird es bei Krediten verwandt. Trotz der unterschiedlichen Bezeichnungen: die Berechnungsmethodik ist überall gleich, ebenso der Zweck: Vergleichbarkeit von Alternativen herzustellen. 

Neben Kapitalerträgen die Kosten nicht vergessen

Für die Renditeberechnung ist es unerheblich, um welches Finanzprodukt es sich handelt und in welcher Form Kapitalerträge anfallen (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne); entscheidend ist der aus dem Investment resultierende Zahlungsstrom. Dabei sind nicht nur Kapitalerträge zu berücksichtigen, sondern auch die Kosten (zum Beispiel Gebühren, Steuern). Dies wird bei vielen Renditeberechnungen vernachlässigt und führt nicht selten zu falschen Anlageentscheidungen. 

Eine Renditebetrachtung ohne Risiko-Berücksichtigung ist nur die halbe Wahrheit."

Die unterschiedlichen Quellen der Rendite 

Je nach Anlageform wird die Rendite aus unterschiedlichen Ertragskomponenten gespeist. Hier ein kurzer Überblick zu einigen wichtigen Anlageformen: 

  • verzinsliche Bankeinlagen: bei Sparbüchern, Termin- oder Tagesgeldern bestehen die Erträge ausschließlich aus Zinsen. Wenn der Zinssatz über ein Jahr konstant bleibt, keine unterjährigen Zinszahlungen und Gebühren anfallen, entspricht die Rendite dem Zinssatz; 
  • Aktien: hier bilden Ausschüttungen und Kursgewinne Erträge. Die Rendite wird demnach durch Ein- und Austiegskurse sowie die zwischenzeitlich erzielten Dividenden bestimmt. 
  • Anleihen: die Rendite ist mit dem Zinssatz identisch, wenn die Anleihe bei Ausgabe zum Nominalwert erworben und bis zum Laufzeitende durchgehalten wird. Ansonsten hängt die Rendite wesentlich von der allgemeinen Marktzinsentwicklung ab, die sich in den Anleihekursen niederschlägt. 
  • Fonds: bei Fonds wird die Rendite wie bei Aktien durch Ausschüttungen und Kursgewinne bestimmt. Allerdings sind gerade hier auch Einmalkosten wie Ausgabe- oder Rücknahmeaufschläge und laufende Verwaltungskosten zu berücksichtigen. 
  • Edelmetalle: bei Gold und Silber resultiert die Rendite alleine aus Preisveränderungen. Es kommt daher wesentlich darauf an, zu welchem Preis Edelmetalle ge- und verkauft werden. 

Nicht nur Rendite, sondern auch Risiko

So einfach handhabbar die Rendite als Vergleichsmaßstab ist, es wäre verfehlt alleine auf die Höhe zu schauen, auch die Sicherheit zählt. Eine Renditebetrachtung ohne Risiko-Berücksichtigung ist nur die halbe Wahrheit.

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