ETFs und Indexfonds agieren nach dem gleichen Prinzip - sie verzichten auf ein aktives Fondsmanagement

Nur auf den ersten Blick gleich Der Unterschied zwischen ETFs und Indexfonds

In der Regel werden die Begriffe ETF - für Exchange Traded Fund - und Indexfonds synonym verwendet. Ganz korrekt ist das nicht, denn es gibt auch Indexfonds, die nicht an der Börse gehandelt werden. Wo liegt der feine Unterschied?

Tatsächlich agieren ETFs und Indexfonds nach dem gleichen Prinzip. Sie verzichten auf aktives Fondsmanagement und beschränken sich darauf, einen Index nachzubilden. Damit können Anleger an der Entwicklung eines ganzen Marktes partizipieren, ohne selbst in die dort gehandelten Titel investieren zu müssen. Durch das passive Fondsmanagement sind die Kosten deutlich niedriger als bei herkömmlichen Fonds, was sich in den Gebühren niederschlägt. Häufig performen indexorientierte Fonds besser als aktive Fonds, auch wenn diese versprechen, den Markt schlagen zu wollen.

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Indexfonds - in Deutschland erst kurz zugänglich 

In Europa ist der Markt für Indexfonds sogar größer als der für ETFs. Im öffentlichen Bewusstsein ist diese Tatsache allerdings wenig verankert, weil Indexfonds bisher größtenteils nur institutionellen Investoren offenstanden. Wer als Privatanleger in Indizes investieren wollte, war daher bis dato ganz überwiegend auf ETFs angewiesen. Nur in der Schweiz sind Indexfonds schon länger auch einem breiteren Anlegerpublikum zugänglich. In Deutschland ist das erst seit vergangenem Jahr der Fall. Indexfonds bieten Anlegern ein Index-Investment in "Reinform". Sie bilden einen Index 1 : 1 durch den physischen Erwerb der Papiere in der Zusammensetzung nach, in der sie auch im Index enthalten sind. 

Kauf und Verkauf finden nicht über die Börse statt, sondern als direkte Transaktion mit der Fondsgesellschaft." 

Anleger erhalten hier die Garantie, Anteile zum Nettoinventarwert zu kaufen. Kauf und Verkauf finden dabei nicht über die Börse statt, sondern als direkte Transaktion mit der Fondsgesellschaft. Bei ETFs ist das etwas anders. Hier gibt es zwar auch die physische Indexnachbildung, doch manche nutzen eine andere Konstruktion - die sogenannte synthetische Replikation. Dabei wird der Indexbezug über eine Swap-Vereinbarung mit einem Kontrahenten dargestellt. Das ist ggf. noch kostengünstiger, birgt aber ein gewisses Risiko in sich, wenn der Partner der Swap-Vereinbarung seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann. 

Börsenhandel mit spekulativen Elementen 

Für gewisse Unwägbarkeiten sorgt bei ETFs auch der Börsenhandel. Zwar folgt die Preisbildung im Großen und Ganzen dem Indexwert, doch im untertätigen Handel kann es durch Marktbewegungen durchaus kurzzeitige Abweichungen von dem "realen" Wert nach unten oder oben geben. Das bedeutet Risiko und Chance zugleich und eröffnet Möglichkeiten für kurzfristige Spekulation. Die bieten auch sogenannte Smart Beta-ETFs, die sich ein Stück weit von der reinen Indexnachbildung verabschiedet haben und in ihrer Konstruktion ein spekulatives Element einbauen. Mit Indexfonds bekommt man dagegen den Index - nicht mehr und nicht weniger.

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