Am Markt gibt es Tausende Fonds und zahlreiche Fondsarten

Geschlossene und offene Investmentfonds Die verschiedenen Fondsarten

Investmentfonds gehören zu den beliebtesten Anlageformen. Das hierzulande verwaltete Fondsvermögen beläuft sich nach Schätzungen des Branchenverbandes BVI auf fast 2,8 Billionen Euro. Wer sich für einen Fonds entscheidet, hat die Qual der Wahl. Am Markt gibt es Tausende Fonds und zahlreiche Fondsarten.

Grundsätzlich ist bei den Fondsarten zwischen offenen und geschlossenen Investmentfonds zu unterscheiden. Obwohl beide Anlageformen die Bezeichnung "Fonds" tragen, haben sie nur wenig miteinander gemein. Das gilt sowohl im Hinblick auf ihre rechtliche Konstruktion als auch bezüglich des Investments.

Offene Fonds - Sondervermögen mit Risikostreuung 

Offene Investmentfonds stellen Sondervermögen einer Investment-Gesellschaft dar, das breit gestreut investiert ist. Das Sondervermögen ist getrennt vom eigentlichen Unternehmensvermögen der Investmentgesellschaft. Es fällt daher auch im Falle einer Insolvenz nicht in die Konkursmasse. "Offen" ist ein solcher Fonds, weil für Anleger jederzeit der Ein- oder Ausstieg möglich ist. Dies geschieht durch Erwerb bzw. Verkauf der Anteile von der Gesellschaft oder durch Kauf oder Verkauf an der Börse. 

Offene Investmentfonds verwirklichen in nahezu idealtypischer Form den Gedanken der Portfoliotheorie. Sie investieren nach dem Prinzip der Risikostreuung und optimieren damit das Verhältnis von Rendite und Risiko. Durch den Anteilserwerb können Anleger auch mit kleinen Summen Risikostreuung betreiben, die sonst schwer zu realisieren wäre. Je nachdem, in welche Anlageklassen ein Investmentfonds investiert, unterscheidet man auch hier verschiedene Fondsarten: Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds usw. 

Eine weitere grundlegende Unterscheidung ist die zwischen ausschließlich börsengehandelten und den übrigen Fonds. Exchange Traded Funds (ETF) bilden in der Regel einen Index nach und sind passiv gemanagt. Sie können ausschließlich über die Börse ge- und verkauft werden. Die übrigen Fonds sind überwiegend aktiv gemanagt - hier findet der Erwerb bzw. die Rückgabe üblicherweise direkt zwischen Anleger und Fondsgesellschaft statt. 

Grundsätzlich ist zwischen offenen und geschlossenen Investmentfonds zu unterscheiden."

Geschlossene Fonds - Mitunternehmerschaft bei Projekten

Geschlossene Fonds werden meist in der Rechtsform der GmbH & Co KG betrieben. Der Anleger erwirbt hier keine Anteile an einem Sondervermögen, sondern wird Mitgesellschafter eines Unternehmens, das ein Projekt finanziert. Er wird quasi zum Mitunternehmer - mit allen unternehmerischen Chancen und Risiken. Die Möglichkeit, sich an einem geschlossenen Fonds zu beteiligen, besteht meist nur eine begrenzte Zeit. Danach wird der Fonds "geschlossen" - daher die Bezeichnung. 

Geschlossene Fonds betreiben keine Risikostreuung, sondern investieren in aussichtsreiche Vorhaben - zum Beispiel Immobilien, Windparks oder Infrastruktur-Projekte. Geht das Kalkül auf, winken überdurchschnittliche Renditen - dafür ist das Risiko größer. Da die Anteile nur eingeschränkt handelbar sind, ist man an das Investment gebunden. In der Regel werden größere Anlagesummen gefordert. Aus diesem Grund sind geschlossene Fonds für "Normalanleger" weniger geeignet.

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